Der am Donnerstag veröffentlichte Glücksreport 2026 zeichnet ein düsteres Bild für die Generation Z in Nordamerika, Westeuropa und Ozeanien. Während die allgemeine Lebenszufriedenheit in 79 von 136 untersuchten Ländern gestiegen ist, verzeichnen gerade die USA, Kanada, Australien und Neuseeland einen deutlichen Rückgang des Wohlbefindens bei den unter 25-Jährigen.
Als wesentlichen Faktor für diese Entwicklung identifizieren die Forscher die exzessive Nutzung sozialer Medien. Die Verweildauer auf TikTok, Instagram und Facebook steht demnach in direktem Zusammenhang mit der psychischen Gesundheit. Besonders gefährdet sind laut den Wissenschaftlern Heavy-User, die mehr als sieben Stunden täglich auf Plattformen verbringen.
Wie heise.de berichtet, leiden gerade Mädchen in westlichen Ländern stark unter den Folgen. In Westeuropa liegt der Rückgang der Lebenszufriedenheit bei intensiver Nutzung fast doppelt so hoch wie in anderen Regionen. Algorithmenbasierte Feeds fördern laut den Autoren schädliche soziale Vergleiche und können zu einer Abwärtsspirale aus Unzufriedenheit führen.
In der politischen Debatte führt das bereits zu Konsequenzen. Australien hat Ende 2025 die Altersgrenze für die Nutzung vieler großer Plattformen auf 16 Jahre angehoben. Deutschland, Dänemark, Frankreich und Spanien erwägen ähnliche Schritte. Der Bericht stützt diese Bestrebungen mit der These, dass viele Jugendliche die Dienste nur nutzen, weil ihr gesamtes soziales Umfeld dort präsent ist.
Trotz der digitalen Herausforderungen bleibt Finnland das neunte Jahr in Folge der glücklichste Staat der Welt. Mit einem Wert von 7,764 auf der Zehnerskala führt es die Rangliste an, dicht gefolgt von Island, Dänemark und Costa Rica. Deutschland gehört hingegen zur Gruppe westlicher Industrienationen mit gesunkener Lebenszufriedenheit.
Der Index basiert auf sechs Faktoren: Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, gesunde Lebenserwartung, soziale Unterstützung, Freiheit für Lebensentscheidungen, Großzügigkeit und Wahrnehmung von Korruption. Die Forscher betonen, dass das Gefühl der Zugehörigkeit in der realen Welt ein weitaus stärkerer Garant für Glück ist als digitale Vernetzung.