So profitieren Pollen-Allergiker von Corona-Maßnahmen

FFP3-Maske hält nicht nur Coronaviren, sondern auch Pollen ab.
FFP3-Maske hält nicht nur Coronaviren, sondern auch Pollen ab.Getty Images/iStockphoto
Derzeit herrscht Alarmstufe Rot für Pollenallergiker. Doch sie haben jetzt einen Vorteil: Der Mund-Nasen-Schutz erleichtert ihnen das Leben.

Durch die milden Temperaturen ist bei Erle und Hasel die Pollenfreisetzung nun voll im Gang. Der österreichische Pollenwarndienst rechnet bis zum Wochenende sogar mit der Spitze der Frühblüher in ganz Österreich. Doch Uwe Berger vom Pollenwarndienst mit Sitz an der MedUni Wien kann auch Entwarnung geben - dank der derzeit herrschenden Corona-Maßnahmen: "Der Mund-Nasen-Schutz beziehungsweise die FFP2-Maske hat einen positiven Einfluss auf die Beschwerden im Nasenraum."

Tatsächlich zeigten Daten der Medizinischen Universität Wien aus 2020 einen Rückgang der Nasensymptome, der Lungensymptome und ein allgemein besseres Befinden. Doch was ist mit den Augen? "Die Augenschleimhäute werden durch den MNS nicht geschützt. Die Symptome bleiben hier deshalb bestehen, nehmen aber nicht zu."

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Der Experte, der selbst Allergiker ist, rät deshalb zusätzlich zu einer großen Sonnenbrille und einem breitkrempigen Sonnenhut. "Besser fragwürdig aussehen als rotzen wie ein Schlosshund!", so sein Motto. 

Außerdem sollten Allergiker ihren Tagesablauf nach der Pollenbelastung richten und das Haus nur bei einer geringen Belastung verlassen. "Wir liefern auf unserer Homepage eine stundengenaue Vorhersage", erklärt Berger. Doch das alleine würde nicht ausreichen. Die eigenen vier Wände sollten zusätzlich so allergenarm wie möglich gehalten werden. Dazu empfiehlt er zwei Luftreiniger - "einer im Schlafzimmer und einer im Wohnbereich". 

Auch die Kleidung sollte nicht im ganzen Raum verteilt werden, sondern zentral an einem Ort liegen. Lüften sollte man nur dort, wo ein Pollenschutzgitter angebracht ist. "Das wesentliche Problem ist, dass sich die Pollen auf jeder Ablage im Raum sammeln und sofort wieder aufgewirbelt werden, wenn man nur vorbeigeht."

Das Haarewaschen am Abend ist übrigens kein Mythos: "Gerade in den Haaren sammeln sich viele Pollenkörner."

Öffis meiden

Wen es dennoch nach draußen zieht, der sollte laut Berger die Öffentlichen Verkehrsmitteln meiden und auch das Rad besser stehen lassen. Im Auto sollten die Fenster unbedingt geschlossen bleiben. 

Grundsätzlich kann jeder Mensch im Laufe des Lebens von einer Pollenallergie betroffen sein. In Österreich geht man von etwa einer Million Pollenallergikern aus.

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