So schädlich sind Raucher für das Klima

Gar nicht gut für unsere Umwelt: Rauchen.
Gar nicht gut für unsere Umwelt: Rauchen.istock
Weggeworfene Zigarettenstummel sind Gift für die Umwelt. Sie verseuchen Böden und Gewässer, wie ein Bericht der WHO und eine Studie zeigen.

Weltweit sterben an den Folgen des Tabakkonsums sieben Millionen Menschen pro Jahr. Aber auch die Umwelt hat Folgen zu tragen. Eine lieblos den Wegesrand pflasternde "Tschick" ist nicht nur hässlich anzusehen. Von der WHO wurde der weggeworfene Zigarettenstummel als Umweltgift klassifiziert.

Eine Studie von Wissenschaftlern des Imperial College London hat versucht, die Klimabelastung, die von 8 Billionen Zigarettenstummeln pro Jahr ausgeht, zu messen. Sie wurde in der Zeitschrift "Environmental Science&Technology" veröffentlicht. Hier wurde erstmals der Einfluss von Tabakkonsum auf die Umwelt in seinem ganzen Ausmaß illustriert.

Ein Raucher verbraucht zehn Mal so viel Wasser wie ein Fleischesser

Daraus geht hervor, dass ein Raucher, der 50 Jahre lang täglich eine Packung Zigaretten raucht, 1,4 Millionen Liter Wasser verbraucht. Eine einzige Zigarette verbraucht 3,7 Liter Wasser und 3,5 Gramm Öläquivalent und trägt mit 14 Gramm CO2-Emission zur Klimaerwärmung bei. Wie Wissenschaftler des Imperial College London ermittelt haben, stellen 500 Fabriken weltweit pro Jahr sechs Billionen Zigaretten her. Ein Raucher verbraucht zehn Mal so viel Wasser wie ein Fleischesser. Der Klimaschaden ist viermal so hoch wie bei Zucker.

Zigaretten verseuchen das Grundwasser

Die Folgen für die Umwelt sind verheerend: Nach Angaben der WHO verbraucht der Tabakanbau vor allem Felder, Wasser, Dünger und Energie und verursacht klimaschädliche Emissionen.

Der Anbau von Tabak erfordert große Mengen an Pesitiziden, Insektiziden und Dünger, wie aus dem WHO-Bericht aus dem Jahr 2017 hervorgeht. Die CO2-Bilanz ist vergleichsweise geringer. Sie stellt 0,2 Prozent der globalen Emissionen dar.

Zigarettenstummel sind zudem ein großes Sondermüllproblem und verseuchen nicht nur Gehsteige, sondern auch das Wasser.

Bereits ein Regeneinbruch genügt. Und sie gelangen in den Kreislauf der Umwelt. Und mit ihnen ihre 7.000 Giftstoffe: darunter Arsen, Blei, Chron, Kupfer, Cadmium, Benzol, Formaldehyd und aromatische Kohlenwasserstoffe.

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