So sollen Festivals wieder möglich werden

Barrikaden, die hoffentlich schon bald obsolet werden (Symbolbild aus Newcastle, Sommer 2020)
Barrikaden, die hoffentlich schon bald obsolet werden (Symbolbild aus Newcastle, Sommer 2020)picturedesk.com
Für Veranstalter sind Sommer in Zeiten von Corona besonders herausfordernd. In Zukunft soll es deswegen mehr Planungssicherheit geben.

Großveranstaltungen – etwa Festivals – benötigen in der Regel ein gutes Jahr Vorlaufzeit. Dementsprechend ungeduldig wurde Nova Rock-Veranstalter Ewald Tatar, als im März noch immer nicht klar war, ob das Event heuer stattfinden kann. "Dieses ewige in der Luft schweben" sei keine Grundlage, auf der man planen könne. Schlussendlich fiel das Festival erneut Corona zum Opfer.

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Solche Entscheidungen und Umstände bringen hohe finanzielle Risiken und Verluste mit sich. Ein erster Schutzschirm von einer Million Euro pro Veranstalter sollte etwas Sicherheit bringen. Dieser soll nun weiter erhöht werden.

10 Mio. pro Veranstalter

"Der Veranstalterschutzschirm wird auf 10 Mio. Euro pro Veranstalter erhöht und bis Ende 2021 verlängert", gab Tourismusministerin Elisabeth Köstinger am Donnerstag bekannt. "Das ist für die Planungssicherheit, vor allem für große Veranstaltungen, extrem wichtig. Wir erreichen damit, dass Großveranstaltungen mit langen Vorlaufzeiten, wie etwa Messen, Kongresse oder große Kulturveranstaltungen trotz anhaltender Pandemie wieder in Angriff genommen und geplant werden können."

Der dafür notwendige Initiativantrag wurde bereits im Parlament eingebracht. Insgesamt soll der Schutzschirm ein Volumen von 300 Millionen Euro umfassen, 110 Millionen davon wurden bisher beantragt. Bereits seit Jänner können Anträge gestellt werden.

Kostenersatz

"Das zeigt, dass dieses Instrument in Anspruch genommen wird", so Köstinger. Spitzenreiter bei den im ÖHT-Kundenportal angelegten Förderungsansuchen sind kulturelle Veranstaltungen gefolgt von Kongressen, Sport- und Business-to-Consumer-Veranstaltungen.

"Mit dem Schutzschirm geben wir Veranstaltern die Sicherheit, dass nicht stornierbare Kosten ersetzt werden, falls ein Event Corona-bedingt doch abgesagt oder eingeschränkt werden muss. Indem wir die Veranstaltungsbranche unterstützen, helfen wir der gesamten Wertschöpfungskette. Von der Technik über Caterer bis zu Moderatoren, Security, Künstlern wie auch Hotellerie und Reiseveranstalter – sie alle sind mit der Veranstaltungsbranche in Österreich verbunden", erklärt die Tourismusministerin.

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