Zahlen steigen rasant – Wien vor Corona-Verschärfung

Bürgermeister Michael Ludwig berätam Donnerstag erneut mit Experten das weitere Vorgehen der Stadt Wien. Archivbild vom 27. April 2021
Bürgermeister Michael Ludwig berätam Donnerstag erneut mit Experten das weitere Vorgehen der Stadt Wien. Archivbild vom 27. April 2021Stadt Wien / PID, Jobst
Das Coronavirus ist auf dem Vormarsch. In Wien beraten Politik und Experten am Donnerstag wie es weitergeht. Verschärfungen sind wahrscheinlich.

Weil es in Wien am Mittwoch erneut über 3.400 Corona-Neuinfektionen gegeben hat – die Zahl der aktiv Erkrankten ist fast 14 Mal so hoch – beruft Bürgermeister Michael Ludwig am Donnerstag einen Corona-Gipfel im Rathaus ein, "Heute" berichtete. Und obwohl in Wien ohnehin schon die strengsten Corona-Regeln des Landes gelten – FFP2-Pflicht gilt nach wie vor in Öffis und Apotheken – gehen Beobachter fix von erneuten Verschärfungen für die Bundeshauptstadt aus. 

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Im Gegensatz zur Bundesregierung – um Gesundheitsminister Rauch ist es nach dem Impfpflicht-Aus vergleichsweise ruhig geworden – sieht Wiens Stadtchef Michael Ludwig die Entwicklung der Fallzahlen und die stärke der Sommer-Welle als besorgniserregend an. Aus diesem Grund berief Ludwig am Mittwoch einen Corona-Gipfel ein. Dieser wird sowohl in Präsenzform als auch via Video-Konferenz stattfinden. Inhalt der hochrangig besetzten Besprechung: Welche Maßnahmen kann und soll die 2-Millionen-Stadt Wien treffen, um die Welle zu brechen – oder sie zumindest etwas abzuflachen?

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Verschärfungen so gut wie fix 

Dass Verschärfungen kommen, kann angesichts der Corona-Politik, die Wien unter der Führung Ludwigs in den vergangenen Pandemie-Jahren betrieben hat, fast als sicher angenommen werden. Doch wie wird diese Entscheidung getroffen und wann wird sie kommuniziert? Bereits von der Früh weg sind laut dem Büro des Bürgermeisters Gespräche zur Causa Prima geplant. Um 11 Uhr findet dann die Video-Konferenz statt. Im Rathaus anwesend sind neben Stadtchef Michael Ludwig auch der Leiter der Gruppe für Sofortmaßnahmen, Walter Hillerer, sowie wohl auch Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) und Vize-Stadtchef Christoph Wiederkehr (Neos).

Per Video zugeschaltet werden Top-Experten wie der Statistiker Erich Neuwirth sowie der Prognoserechner Erich Klimek, weiters Michael Binder (ärztlicher Leiter des Wiener Gesundheitsverbunds) und Medizin-Kapazunder wie der Favoritener Primar Christoph Wenisch und der AKH-Intensivmediziner Thomas Staudinger. Erfahrungsgemäß dauern die Beratungsgespräche zwei bis drei Stunden. Noch im Laufe des Nachmittags – der genaue Termin ist noch nicht bekannt und hängt auch von der Länge der Gespräche ab – soll Ludwig vor die Presse treten und aus der Video-Konferenz berichten. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass der Bürgermeister strengere Corona-Maßnahmen ankündigen wird.

Um welche Maßnahmen geht es?

Um welche Verschärfungen es geht, darüber hält sich das Rathaus im Vorfeld des Gipfels bedeckt. Die Entscheidungsträger in der Bundeshauptstadt erklärten im Laufe der Pandemie aber stets, dass die FFP2-Maske ein gelindes Mittel ist, um Corona-Wellen zu brechen oder zumindest einzudämmen. Gut möglich, dass die Maske ein erneutes Comeback feiert – etwa im Handel, speziell in den Supermärkten. 

Strengere Regeln könnte es darüber hinaus auch für Großveranstaltungen wie Konzerte, Sportveranstaltungen und Co. geben. Nötig ist dafür nur ein Erlass des Stadtregierung. Und nach über zwei Jahren Pandemie haben die Juristen der Stadt bereits viel Erfahrung und Übung in der nächtlichen Erstellung von rechtlich bindenden Corona-Regeln.

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