Der Kontostand am Monatsende sagt einiges über die finanzielle Lage aus. Doch was ist eigentlich "normal"? Statistische Daten der Deutschen Bundesbank liefern Anhaltspunkte – und zeigen, dass der Durchschnitt oft täuscht.
Im Durchschnitt liegen auf deutschen Girokonten rund 12.200 Euro – je nach Alter variiert dieser Wert stark. Doch dieser Mittelwert wird von wenigen sehr hohen Guthaben verzerrt. Aussagekräftiger ist der Median: Der liegt bei nur 3.000 Euro. Das bedeutet, die Hälfte aller Menschen hat weniger als diesen Betrag am Konto.
Laut utopia.de, das sich auf Daten der Deutschen Bundesbank vom April 2025 beruft, liegt das durchschnittliche Nettovermögen der Deutschen bei 324.800 Euro. Der Median beträgt hier aber nur 103.200 Euro – also nicht einmal ein Drittel des Durchschnitts.
Typische Warnsignale sind: Der Dispo wird regelmäßig ausgereizt, Überweisungen müssen aufgeschoben werden oder am Monatsende bleibt nichts übrig. Besonders teuer ist der Dispokredit – Banken verlangen dafür laut aktuellen Vergleichen zwischen 7 und 20 Prozent Zinsen pro Jahr.
Tatsächlich ja. Wer dauerhaft große Summen am Girokonto parkt, verliert durch die Inflation an Kaufkraft – denn Girokonten bringen kaum Zinsen. Ein Tagesgeldkonto ist die bessere Alternative für Rücklagen. Als Faustregel gelten drei Nettomonatsgehälter als Reserve für Angestellte, sechs für Selbstständige.
Wichtig bei hohen Beträgen: In der EU sind Bankguthaben pro Person und Bank nur bis 100.000 Euro gesetzlich geschützt. Wer mehr hat, sollte das Geld auf mehrere Banken aufteilen.