Wer ChatGPT oder andere KI-Chatbots nutzt, verbraucht mehr Ressourcen als gedacht. Laut einem aktuellen UN-Bericht verschlingt eine einzige KI-Antwort rund 0,42 Wattstunden Strom - etwa zehnmal so viel wie eine herkömmliche Google-Suche.
Das klingt wenig, aber die Masse macht es: OpenAI-Chef Sam Altman sprach bereits im vergangenen Jahr davon, dass ChatGPT täglich so viel Strom verbrauche wie 180.000 US-Haushalte.
Wie der Spiegel unter Berufung auf den UN-Bericht schreibt, braucht eine KI-Anfrage auch etwa 30 Milliliter Wasser zur Kühlung der Server - das entspricht einem kleinen Schluck. Hochgerechnet ergibt das einen enormen Wasserverbrauch: Google etwa benötigte 2024 rund 34 Milliarden Liter Wasser für seine Rechenzentren.
Die Experten der Vereinten Nationen räumen allerdings ein, dass die Zahlen mit Vorsicht zu genießen sind. Viele Tech-Konzerne halten ihre genauen Verbrauchsdaten geheim. Microsoft, Meta und Google veröffentlichen zwar Nachhaltigkeitsberichte, schlüsseln dort aber nicht auf, wie viel davon auf KI entfällt.
Zudem variiert der Verbrauch stark: Eine komplexe Anfrage an ein Bildgenerierungs-Tool wie Midjourney verbraucht laut Schätzungen das 60-Fache einer einfachen Chat-Nachricht.
Trotz aller Kritik an den Zahlen ist klar: Der Boom der künstlichen Intelligenz hat Folgen für Klima und Umwelt. Die UN fordern daher mehr Transparenz von den Tech-Konzernen - und nachhaltigere Lösungen für die Rechenzentren der Zukunft.