Impfstoff lässt "optimistisch in die Zukunft blicken"

Neun Impfungen seien derzeit im Rennen.
Neun Impfungen seien derzeit im Rennen.
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Bei der Corona-Krise scheint kein Ende in Sicht. Wie gut kann die Krise gemeistert werden? In der ZIB Spezial wurde am Montag darüber gesprochen.

Im Kampf gegen das hartnäckige Coronavirus wurden die Maßnahmen in den letzten Tagen und Wochen wieder weiter verschärft. Sperrstunden im Westen Österreichs wurden vorgezogen, Gäste von Wiener Lokalen müssen sich nun bei einem Besuch registrieren, das Arbeiten im Homeoffice sowie die Kurzarbeit werden immer häufiger zum Thema. Wirtschaft und Tourismus leiden in dieser schwierigen Zeit extrem. Österreich verhängt Reisewarnungen, kommt bei anderen Ländern aber auch selbst auf die rote Corona-Liste. Auch der Wintertourismus findet heuer in einer anderen Form statt. All diese Maßnahmen dienen jedoch dazu,  einen zweiten Lockdown in Österreich zu verhindern.

Neben all diesen Maßnahmen geht aber auch der Wettkampf um die Zulassung des ersten wirksamen Corona-Impfstoffs weiter.

Impfstoff war rasch am Markt

Wie weit ist die Entwicklung eines wirksamen Covid-19-Impfstoffs wirklich? In der ZIB Spezial erlärte der Experte Günther Mayr, dass man hinsichtlich eines wirksamen Impfstoffs durchaus "optimistisch in die Zukunft blicken" kann. Seit Ausbruch der Pandemie habe sich sehr schnell sehr viel getan.

Chinesische Forscher hatten in nur wenigen Tagen das Erbgut des SARS-CoV-2 entschlüsselt. Deutschen Forschern gelang es nur wenige Wochen später einen Test zu entwickeln und knappe drei Monate nach Ausbruch der Pandemie wurde bereits der erste Mensch geimpft.

Der unglaubliche wissenschaftliche Kraftakt der weltweiten Forschergemeinde lässt also darauf schließen, dass eine Impfung nicht mehr lange auf sich warten lässt. Neun Impfungen seien derzeit im Rennen. Es sei durchaus anzunehmen, dass eine oder sogar mehrere der Impfungen "es bald schaffen werden".

"Pool-Systeme" bei Tests

Hinsichtlich der Diagnostik und Tests gibt es nun Systeme, bei denen die Vorgehensweise so ist, dass mehrere Tests zusammengefasst werden in einen "Pool". Mayr vergleicht jene Systeme mit "Suchhunden am Flughafen". Will man am Flughafen nämlich "mehrere kleine Päckchen" untersuchen, so wird jenes "auseinander genommen", bei dem der Suchhund reagiert, die anderen nicht. So ähnlich funktionieren die derzeitigen Gurgel-Tests in Wien.

Langzeitschäden einer Covid-Erkrankung

Nicht selten ist es der Fall, dass Patienten auch nach einer Corona-Infektion noch Symptome aufweisen. Dabei handelt es sich jedoch nicht nur um die typischen Covid-19-Symptome, sondern auch um zusätzliche Beschwerden, die währden der Corona-Erkrankung gar nicht aufgetreten sind.

Jeder fünfte Patient, der einen schweren Verlauf der Erkrankung durchmachen musste, leidet unter Langzeitfolgen. Zu jenen zählen Organschäden, Müdigkeit und Depression. Besonders betroffen sind dann vor allem Lunge, Leber und Herz. Zudem kann es vorkommen, dass auch der Geschmacks- und Geruchssinn über längere Zeit verloren geht. Die Langzeitfolgen einer Corona-Erkrankung sollen nicht unterschätzt werden, so die Experten.

All jenen, die noch immer davon ausgehen, dass Corona nichts weiter als eine Grippe sei, wird geraten diese nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, da die derzeitigen Erkenntnisse diese Behauptungen wiederlegen.

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