Die russische Botschaft in Kolumbien weist einen Bericht entschieden zurück, laut dem sie in die Anwerbung von Söldnern aus dem südamerikanischen Land für den Krieg in der Ukraine verwickelt sein soll. In einer am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme der russischen Vertretung in Bogotá heißt es: Die Botschaft habe "weder eine Verbindung zu den im Bericht genannten Rekrutierern noch die geringste Ahnung, wie diese ihre Aktivitäten finanzieren".
Das kolumbianische Nachrichtenportal Noticias Caracol hat am Montag berichtet, dass Moskau in Kolumbien Männer für den Einsatz im Ukraine-Krieg anwerben lasse. Grundlage dafür waren Aussagen von Zeugen und verschiedene Dokumente.
Laut Angehörigen, die mit dem Portal gesprochen haben, handelt es sich bei den angeworbenen Kolumbianern vor allem um ehemalige Soldaten. Diese sollen offiziell für Sicherheitsdienste im Ausland rekrutiert worden sein. Im Bericht wird zudem behauptet, dass die russische Botschaft Verbindungen zu den mutmaßlichen Rekrutierungsnetzwerken habe.