Die Truppen von Kreml-Chef Wladimir Putin haben für eine Horror-Nacht in Kiew gesorgt. Zuvor hatte der russische Machthaber bereits einen massiven Angriff angekündigt. In der Nacht auf Donnerstag gingen dann Drohnen und Raketen auf Kiew nieder – "Heute" berichtete.
Die Folgen waren schwerwiegend: Am Ende starben 13 Menschen, 86 weitere Personen wurden verletzt. Es kam zu Explosionen und Bränden. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko sprach von dem "schwersten Angriff seit Kriegsbeginn". Er erklärte den Freitag zum Trauertag in Gedenken an die Opfer der Attacke.
Das russische Verteidigungsministerium bestätigte derweil, einen "massiven Angriff" auf Kiew ausgeführt zu haben. Es handele sich um eine "Reaktion auf die Terrorangriffe des Kiewer Regimes gegen zivile Infrastruktur". Es seien "Unternehmen der Rüstungsindustrie und Energieanlagen" ins Visier genommen worden.
Laut der Ukraine seien Lagerhäuser, Wohnhäuser, ein Studentenwohnheim und Fahrzeuge getroffen worden. Zuvor schrieb Klitschko im Onlinedienst Telegram von einem Angriff auf die ganze Stadt.
Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren nahezu in jeder Nacht mit Raketen- und Drohnenangriffen. Zuletzt hatte die ukrainische Armee ihre Gegenangriffe auf Russland und die von Russland besetzten Gebiete verstärkt.
In der Nacht zum Donnerstag wurde nach Angaben der örtlichen Behörden in der an die Ukraine angrenzenden Region Belgorod ein Mensch getötet. Ein weiterer Mensch wurde Behördenangaben zufolge in der rund 400 Kilometer östlich von Moskau gelegenen Region Nischni Nowgorod ebenfalls bei ukrainischen Drohnenangriffen getötet.