Bereits vor geraumer Zeit hatte der russische Machthaber Wladimir Putin einen Großangriff auf die ukrainische Hauptstadt angekündigt. In der Nacht auf Donnerstag war es dann so weit: Nur wenige Stunden nachdem der Präsident der Ukraine Wolodymyr Selenskyj vor der Attacke gewarnt hatte, hagelte es Raketen und Drohnen auf Kiew.
In Lagerhäusern und einem Wohnhaus im Bezirk Butscha seien Brände ausgebrochen. Andernorts seien Wohnhäuser, ein Studentenwohnheim und Fahrzeuge beschädigt worden. "Die ganze Stadt" werde von Russland angegriffen, schrieb Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko im Onlinedienst Telegram.
Menschen wurden dazu angehalten, Schutzräume aufzusuchen und vorerst dort zu bleiben. Nun wurde das ganze Ausmaß des Luftangriffs bekannt. Laut Angaben von Klitschko seien mindestens 13 Menschen getötet worden. Die Behörden hatten zuvor von neun Toten geschrieben.
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha forderte vor diesem Hintergrund von den Verbündeten mehr Munition zur Luftverteidigung. "Zögert die Entscheidungen zur Luftverteidigung der Ukraine nicht hinaus! Das ist unsere wichtigste Forderung an unsere Partner nach einer schrecklichen Nacht in Kiew", schrieb Sybiha im Onlinedienst X.
In der Nacht wurde nicht nur Kiew von den Russen unter Beschuss genommen. Auch in Saporischschja, Pawlohrad, Sumy und Charkiw kam es zu Explosionen, berichtet "Krone". Aufgrund der Angriffe reiste Selenskyj eilig von seinem Besuch in Irland wieder zurück in seine Heimat.