Ein Urlaub auf Mallorca hätte für Max (19) beinahe tragisch geendet. Der Deutsche sprang kopfvoran in den Pool seines Hotels – doch das Wasser war an dieser Stelle nur 60 bis 80 Zentimeter tief. Er brach sich dabei das Genick.
Zwei Wochen nach dem Unfall sprach der 19-Jährige mit 20 Minuten über den folgenschweren Sprung. Am 16. Juni war er mit Freunden vom Strand ins Hotel zurückgekehrt. "Wenn man von Weitem schaut, sieht man nicht, wie tief das Wasser ist", erzählt er.
Den Aufprall spürte er sofort. "Es hat sich angefühlt, als würde mir jemand auf den Kopf schlagen. Wie eine Erschütterung." Trotzdem glaubte Max zunächst, nur eine Platzwunde davongetragen zu haben. "Ich war die ganze Zeit bei Bewusstsein. Ich wollte einfach aus dem Pool klettern und dachte, ich hätte später vielleicht Kopfschmerzen."
Erst im Krankenhaus zeigte ein CT das ganze Ausmaß der Verletzung: Der 19-Jährige hatte sich den ersten und den siebten Halswirbel gebrochen. "Ich wusste gar nicht, dass man einen Genickbruch überhaupt überleben kann."
Max hatte große Angst, nicht mehr gehen zu können. Doch die Ärzte konnten Entwarnung geben: Rückenmark und Nerven wurden nicht verletzt. "Sobald ich wusste, dass ich keine bleibenden Schäden haben werde, war ich einfach nur glücklich. Da wurde mir bewusst, wie viel Glück ich hatte."
Damit die Wirbel heilen können, trägt der Deutsche derzeit einen Halofixateur. Vier Schrauben sind direkt im Schädel verankert und mit einer Weste verbunden. "Die ersten Tage waren unangenehm. Mittlerweile habe ich mich relativ gut daran gewöhnt. Es sieht viel schlimmer aus, als es sich anfühlt."
Auf TikTok berichtet Max mittlerweile über seinen Unfall. Seine Videos wurden bereits mehr als 3,7 Millionen Mal angesehen. "Ich dachte mir: Wenn nicht jetzt, wann dann? Es gibt viel schlimmere Dinge, die passieren."
Vor allem wolle er andere warnen. "Es ist wichtig, vorsichtig zu sein und immer zweimal hinzuschauen. Das Leben kann sich innerhalb von Sekunden verändern."
Besonders bewegt hätten ihn Nachrichten von Menschen mit ähnlichen Schicksalen. "Viele haben mir geschrieben, dass sie ebenfalls einen Genickbruch hatten. Manche lagen im Koma oder sitzen heute im Rollstuhl."
Ins Wasser möchte Max irgendwann wieder. Auf Kopfsprünge will er aber verzichten. "Schwimmen gehe ich bestimmt wieder. Aber in einen Pool springen? Eher nicht. Ich werde künftig einfach die Leiter nehmen."