Fast vier Jahre nach den Explosionen an den Nord-Stream-Pipelines gibt es im Fall der Sabotage einen wichtigen Schritt. Laut Medienberichten hat die deutsche Bundesanwaltschaft den ersten Tatverdächtigen angeklagt.
Darüber berichten ARD, die "Süddeutsche Zeitung" und die "Zeit". Bei den Explosionen im September 2022 waren die Nord-Stream-Pipelines, die für den Transport von russischem Gas nach Deutschland gebaut worden waren, durch Sprengsätze schwer beschädigt worden. Zum Zeitpunkt der Anschläge waren die Leitungen nicht in Betrieb.
Den Berichten zufolge handelt es sich bei dem Angeklagten um den Ukrainer Serhii K. Er gilt als mutmaßlicher Drahtzieher der Sabotageaktion.
Die Bundesanwaltschaft hatte nach seiner Festnahme im August 2025 erklärt, dass Serhii K. die Aktion koordiniert haben soll. Er war in Italien festgenommen und anschließend nach Deutschland ausgeliefert worden.
Laut den Berichten wirft die Bundesanwaltschaft dem Mann Angriffe auf zivile Energieinfrastruktur, das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion sowie die Zerstörung von Bauwerken vor.
Mit der Anklage gibt es erstmals einen konkreten juristischen Schritt gegen einen mutmaßlich Beteiligten an der Sabotage der Nord-Stream-Pipelines.