Ein aggressiver Passagier hat auf einem Flug von Zypern nach Großbritannien einen Mitreisenden und ein Crewmitglied angegriffen. Nach der Landung war der Mann nicht mehr ansprechbar und starb später im Krankenhaus.
Der Vorfall ereignete sich an Bord eines Fluges der britischen Fluggesellschaft Jet2 von Larnaca nach Manchester. Wie die Greater Manchester Police laut der Zeitung "Manchester Evening News" mitteilte, wurden Einsatzkräfte nach der Landung alarmiert.
Die Polizei erklärte: "Am Montag, dem 22. Juni 2026, gegen 02:25 Uhr wurden Beamte gerufen, nachdem Meldungen über einen Mann eingegangen waren, der sich auf einem ankommenden Flug von Larnaca auf Zypern nach Manchester aggressiv gegenüber Passagieren und Besatzung verhielt; dabei griff der Mann einen weiteren Passagier sowie ein Mitglied der Kabinenbesatzung an."
Laut Mitreisenden soll der Mann betrunken gewirkt haben. Dem Bericht zufolge beschimpfte er zunächst seine Partnerin. Nachdem ihn die Crew ansprach, wurde er noch aggressiver. Er soll sich frei im Flugzeug bewegt, weiteren Alkohol getrunken sowie gegen Gepäckfächer und die Cockpittür geschlagen haben. Außerdem habe er anderen Passagieren gedroht.
Als seine Partnerin auf einen anderen Sitzplatz gebracht wurde, eskalierte die Situation weiter. Der Mann soll ein Crewmitglied bespuckt und einem Mitreisenden einen Kopfstoß versetzt haben.
Mehrere Passagiere überwältigten den Mann und hielten ihn bis zur Landung fest. Laut Zeugen verhielt er sich nach dem Kopfstoß zunächst ruhig.
Nach der Landung betraten Polizeibeamte das Flugzeug. "Beim Eintreffen des Flugzeugs betraten Beamte die Maschine und fanden den Mann vor, der im hinteren Teil des Flugzeugs von Passagieren und Besatzungsmitgliedern festgehalten wurde", erklärte die Polizei.
"Die Beamten legten ihm Handschellen an, stellten jedoch bei der sofort eingeleiteten Ersten Hilfe fest, dass er nicht mehr ansprechbar war, und begannen mit Wiederbelebungsmaßnahmen." Der Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er am 23. Juni verstarb.
Jet2 sprach den Angehörigen des Verstorbenen laut einer Stellungnahme gegenüber dem "Guardian" sein Beileid aus und verwies auf die laufenden Ermittlungen. Da auch Polizeibeamte an dem Einsatz beteiligt waren, untersucht nun das Independent Office for Police Conduct den Vorfall.
Britischen Medien zufolge handelte es sich bei dem Verstorbenen um einen Briten in seinen 30ern. Er soll Vater von drei Kindern gewesen und als Bare-Knuckle-Boxer aktiv gewesen sein.