Mögliche Rechtsfehler

Brisante Wende: Magdeburg-Attentäter ficht Urteil an

Nach tödlicher Amokfahrt auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt wurde ein 51-Jähriger zu lebenslanger Haft verurteilt. Er geht dagegen vor.
Newsdesk Heute
01.07.2026, 15:19
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Am 26. Juni hat das Gericht einen 51-jährigen Mann schuldig gesprochen – und zwar gleich in sechs Fällen wegen Mordes und in über 200 Fällen wegen versuchten Mordes. Die Strafe: lebenslang hinter Gittern. Außerdem wurde die besondere Schwere der Schuld festgestellt.

Eine Entlassung nach 15 Jahren ist damit so gut wie ausgeschlossen. Wie NTV berichtet, war der Angeklagte ein Saudi-Araber, der bis zur Tat als Psychiater im Maßregelvollzug für psychisch kranke Straftäter gearbeitet hat.

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Horror-Tat vor Weihnachten

Am 20. Dezember 2024 ist der Mann mit einem 340 PS starken Mietauto durch eine Lücke zwischen Betonabsperrungen auf den vollen Christkindlmarkt in der deutschen Stadt Magdeburg gefahren. Fünf Frauen und ein neunjähriger Bub haben dabei ihr Leben verloren, Hunderte Menschen wurden verletzt.

Die Richter haben dem Angeklagten eine "große Gefährlichkeit" bescheinigt. "Der Angeklagte hat während des Tatgeschehens kein Mitgefühl empfunden für andere Personen", hat der Vorsitzende Richter Dirk Sternberg in der Urteilsbegründung erklärt.

Seine Empathie könne er quasi ein- und ausschalten. Ein psychiatrischer Sachverständiger hat dem Mann eine narzisstische Persönlichkeitsstörung attestiert. An seiner Schuldfähigkeit gab es laut Gericht keine Zweifel.

Nun aber die Wende: Der 51-Jährige geht in Revision. Jetzt soll sich der Bundesgerichtshof mit dem Fall befassen. Das Verfahren am Landgericht Magdeburg soll auf mögliche Rechtsfehler geprüft werden.

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