Raketen treffen Wohnviertel

Russischer Großangriff auf Kiew und Dnipro

Erneut sind Kiew und weitere ukrainische Städte von massiven russischen Luftangriffen erschüttert worden. Es gab zahlreiche Tote und Verletzte.
Newsdesk Heute
02.06.2026, 08:51
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In der Nacht auf Sonntag hat Russland die ukrainische Hauptstadt Kiew sowie weitere Regionen massiv mit Raketen und Drohnen attackiert. Besonders im Stadtzentrum Kiews waren laute Explosionen zu hören. Laut Bürgermeister Witali Klitschko kamen mindestens vier Menschen ums Leben, 58 weitere wurden verletzt.

Mehrere Gebäude wurden schwer beschädigt oder gerieten in Brand. Viele Einwohner suchten Schutz in U-Bahn-Stationen und Luftschutzkellern. Zeitweise gab es Stromausfälle und Probleme bei der Wasserversorgung. Dichte Rauchwolken über dem Stadtzentrum zeugten im Morgengrauen von den Bränden.

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Die betroffene Bevölkerung des Luftangriffes vom 2. Juni 2026
Reuters Connect

Die russische Armee setzte bei den nächtlichen Angriffen auch ballistische Raketen ein. Klitschko forderte die Bevölkerung auf, unbedingt in Schutzräumen zu bleiben. Besonders dramatisch war die Lage im Bezirk Podilskyj, wo ein Wohnhaus einstürzte. Es wird befürchtet, dass Menschen unter den Trümmern eingeschlossen sind.

Weitere Städte unter Beschuss

Auch andere Landesteile wurden Ziel russischer Luftangriffe. In Dnipro wurden nach ukrainischen Angaben mindestens sechs Menschen getötet und 36 verletzt. In Charkiw meldete der Bürgermeister mindestens zehn Verletzte. Russland griff zudem Ziele in Saporischschja an.

Laut den ukrainischen Luftstreitkräften setzte Russland insgesamt 656 Drohnen und 73 Raketen ein. Davon konnten 602 Drohnen und 40 Raketen abgewehrt werden. Die Angriffe sorgten für erhebliche Schäden und forderten zahlreiche Opfer.

Weitere Landesteile wurden Ziel russischer Luftangriffe
Reuters Connect

Selenskyj warnt vor weiteren Angriffen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte bereits mehrfach vor einem neuen Großangriff gewarnt. 'Die Information des Geheimdienstes über einen möglichen massiven Angriff bleibt aktuell', sagte er in einer Videobotschaft. Er rief die Bevölkerung auf, die Luftalarme ernst zu nehmen.

Die ukrainische Flugabwehr sei zwar einsatzbereit, so Selenskyj. Er betonte aber, dass fehlende Waffenlieferungen westlicher Partner die Verteidigung gegen ballistische Raketen und Marschflugkörper erschweren. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren mit internationaler Unterstützung gegen die russische Invasion.

Polen erhöht Alarmbereitschaft

Auch im Nachbarland Polen wurde die Luftabwehr wegen der russischen Angriffe auf die Ukraine in Alarmbereitschaft versetzt. Wie das polnische Militär mitteilte, ließ es Kampfflugzeuge aufsteigen. Immer wieder kommt es bei größeren Angriffen in der Ukraine zu solchen Maßnahmen, bei denen auch NATO-Kampfjets beteiligt sind.

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