Sommer bedeutet für viele Freiheit, lange Tage und gute Laune. Doch während man glaubt, endlich aufzutanken, passiert oft das Gegenteil: Der Energieverbrauch steigt, echte Pausen werden immer seltener.
Sobald die Temperaturen über 25 Grad klettern, zieht es alle nach draußen. Grillabende, Badeausflüge, spontane Verabredungen - das klingt nach Spaß, kann aber auf Dauer sozial, körperlich und geistig auslaugen. Der Input steigt, die Erholung kommt zu kurz.
Mehr soziale Termine bedeuten nicht nur Spaß, sondern auch Energieverbrauch, heißt es auf womenshealth.de. Auch schöne Verabredungen kosten Zeit und Kraft - besonders, wenn zwischen ihnen kaum Ruhephasen bleiben.
Bei Hitze arbeitet der Körper verstärkt daran, seine Kerntemperatur stabil zu halten. Die Haut wird stärker durchblutet, man schwitzt vermehrt. Das kann den Kreislauf zusätzlich belasten - vor allem bei Sport und hohen Temperaturen. Auch mental kann der Sommer stressen: zu viele Optionen, ständig die Frage, was man mit dem langen Tag noch anfangen könnte. Wissenschaftler sprechen von "Decision Fatigue" - der Erschöpfung durch zu viele Entscheidungen.
Dazu kommt FOMO, die "Fear of Missing Out": Alle sind unterwegs, überall passiert etwas - und der Druck, nichts zu verpassen, steigt. Studien zeigen, dass dieses Gefühl mit höherem Stress und geringerem Wohlbefinden zusammenhängt.
Achte auf ungewöhnliche oder anhaltende Müdigkeit, Gereiztheit und das Gefühl, schnell überfordert zu sein. Auch wenig Lust auf weitere Verabredungen kann ein Zeichen sein. Gönn dir bewusste Pausen - auch ein Fernsehabend oder ein Buch im Bett sind erlaubt.
Tipps gegen die Sommererschöpfung: ausreichend Wasser trinken, körperliche Aktivitäten in kühlere Tagesstunden verlegen und bewusst kühle Orte aufsuchen. Wer das Gefühl hat, etwas schaffen zu können, fühlt sich der Situation weniger ausgeliefert.