Während viele Tierarten weltweit ums Überleben kämpfen, gibt es aus Zentral- und Ostafrika erfreuliche Nachrichten: Die Population der Berggorillas erholt sich. Anfang der 2000er Jahre gab es nur noch etwa 600 dieser majestätischen Menschenaffen. Heute leben schätzungsweise rund 1.000 Berggorillas wieder in freier Wildbahn.
Das zeigt der sogenannte "Green Status" der Internationalen Union zur Bewahrung der Natur (IUCN), der 2021 eingeführt wurde. Anders als die bekannte Rote Liste bewertet er nicht nur, wie bedroht eine Art ist, sondern auch, wie gut sie sich erholt hat.
Der aktuelle Green Score der Berggorillas liegt bei 25 Prozent im Vergleich zum historischen Hoch, schreibt Utopia. Das bedeutet: Die Art ist noch weit von einer vollständigen Erholung entfernt, aber der Trend zeigt klar nach oben.
Besonders bemerkenswert: Die IUCN schätzt, dass der Berggorilla ohne die bisherigen Schutzmaßnahmen bereits ausgestorben wäre. Auch für die Zukunft gilt: Wenn die aktuellen Schutzprogramme eingestellt würden, wäre das Überleben der Art akut gefährdet.
Die Berggorillas leben im Virunga-Massiv und im Bwindi Impenetrable National Park. Die langsame Reproduktionsrate der Tiere macht eine schnelle Erholung der Population allerdings schwierig. In den nächsten zehn Jahren wird die Art voraussichtlich weiterhin als "stark reduziert" gelten.
Immerhin: In den nächsten 100 Jahren könnte der Bestand laut Experten auf 50 Prozent des historischen Hochs anwachsen. Der Erfolg bei den Berggorillas zeigt, dass sich Artenschutz auszahlt – und gibt Hoffnung für andere bedrohte Tierarten weltweit.