Kaum zu glauben: Am Ostersonntag heißt es für den Osterhasen eine Stunde früher aufstehen, denn um 2.00 Uhr wird wieder auf die Sommerzeit umgestellt. Außerdem sollte er sich warm anziehen, denn für Ostersonntag wird wieder Schnee und Schneeregen erwartet.
Der setzt sich vehement für die Abschaffung der Sommerzeit in Europa ein. "Die innere Uhr des Menschen hängt vom Sonnenaufgang ab", betonte der Wissenschaftler. Nachweise gebe es allerdings für einen Anstieg von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Unfallraten in Folge der Sommerzeit-Umstellung.
Schlafmangel habe gravierende Konsequenzen. Als erstes würde die soziale Kompetenz von Menschen darunter leiden. Außerdem würden Lernergebnisse und Tagesgeschehen im Schlaf verarbeitet.
Er beruft sich auf Untersuchungen von 120.000 Menschen in Mitteleuropa. Roenneberg sagte, Krebsraten und die Lebenserwartung von Menschen würden in Korrelation zum "sozialen Jetlag" ansteigen.
So können Sie dem "Mini-Jetlag" vorbeugen
Ob die Auswirkungen tatsächlich so dramatisch sind, wie Roenneberg glaubt, bleibt dahingestellt. Zwar erlauben es uns die zusätzlichen 3600 Sekunden länger im Bett zu bleiben, dennoch kann die Zeitumstellung auch negative Auswirkungen haben. Wie Schlafforscher bestätigen, kann es durch das Drehen an der Uhr zu einem "Mini-Jetlag" kommen. Symptome wie Schlafschwierigkeiten, Tagesschläfrigkeit, Schwankungen der Herzfrequenz, Verdauungs- und Konzentrationsstörungen können bis zu zehn Tage dauern.
Entspannungsübungen, Sport und der Verzicht auf schwere Mahlzeiten können helfen, den kleinen Jetlag schnell zu überwinden.
Eingeführt wurde die Sommerzeit in Europa 1973 wegen der Ölkrise mit dem Hintergrund, Energie zu sparen. Mit der Zeitverschiebung sollte eine Stunde Tageslicht für Unternehmen und Haushalte gewonnen werden. Frankreich machte damals den Anfang. Österreich beschloss die Einführung erst 1979 wegen verwaltungstechnischer Probleme und weil man eine verkehrstechnische Harmonisierung mit der Schweiz und Deutschland wünschte.