Seit der letzten totalen Sonnenfinsternis mitten in Europa sind fast 30 Jahre vergangen. Doch gute Nachrichten für Spanien-Urlauber: Diesen Sommer zeigt sich das Ereignis dort in vielen Reisezielen zum spektakulären Sonnenuntergang.
In den Abendstunden des 12. August schiebt sich der Mond für zwei Minuten und 18 Sekunden vor die untergehende Sonne über Europa. Spanien und Teile von Island zählen zu den wenigen bewohnten Regionen, in denen die totale Sonnenfinsternis sichtbar ist.
Wie chip.de berichtet, dürfen sich besonders Urlauber auf den Balearen auf das Schauspiel freuen. Partiell ist die diesjährige Sonnenfinsternis in ganz West- und Mitteleuropa sichtbar - auch in Österreich werden rund 90 Prozent der Sonne bedeckt sein.
Laut dem spanischen Nationalgeografischen Institut zeigt sich die totale Sonnenfinsternis in Städten wie Bilbao, Valencia, Tarragona und La Coruña. Auch die Westküsten von Mallorca und Ibiza bieten sich als Aussichtspunkte an.
Wenn sich der Mond ab etwa 19:45 Uhr über Palma de Mallorca vor die Sonne schiebt, steht sie bereits tief am rötlich gefärbten Abendhimmel. Kurz nach halb neun erreicht die Finsternis auf den Balearen ihren Höhepunkt - zu diesem Zeitpunkt steht die Sonne nur noch ungefähr eine Handbreit über dem Horizont.
Wer das Spektakel live erleben will, sollte schnell sein: Die Hotelpreise sind bereits in die Höhe geschossen. In Saragossa kosten einfache Zimmer schon 700 Euro pro Nacht, in Top-Hotels rund 2.000 Euro. Auf Mallorca wurde sogar eine eigene Kommission einberufen, die sich um das erwartete Verkehrschaos kümmern soll.
Eine interaktive Karte des spanischen Instituts hilft bei der Planung: Rechts oben kannst du in die englische Sprachversion wechseln. Gibst du deinen Urlaubsort ein, zeigt die Karte die Position der Sonne zum Zeitpunkt der Finsternis an.
Blicke niemals direkt in die Sonnenfinsternis - weder in die totale noch in die partielle. Spezielle Schutzbrillen eignen sich für die Beobachtung. Achte auf ein nicht abwaschbares CE-Symbol und die richtige ISO-Norm (EN ISO 12312-2:2015).
Ein Bonus für Astro-Fans: Laut dem Institut erreichen die Perseiden noch in derselben Nacht ihren Höhepunkt. Da der Mond mit der Sonne untergeht, erschwert sein Licht die Suche nach den Sternschnuppen nicht.