Politik

Wen die Österreicher zum Kanzler wählen würden

Heute Redaktion
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In der "Heute"-Umfrage beantworteten die Österreicher unter anderem die Frage, wen sie in einer Direktwahl zum Bundeskanzler wählen würden.

Seit einem Jahr ist Türkis-Blau im Amt – nun werden die Zeugnisse verteilt. "Heute" hat die Österreicher und Österreicherinnen in einer großangelegten Umfrage zu ihrer Zufriedenheit mit der Regierung, den einzelnen Politikern und der Oppositionsparteien befragt. Die Resultate im Überblick:

Es zeigt sich: Auch wenn die Bevölkerung den Kanzler direkt wählen könnte, ginge Sebastian Kurz als Sieger hervor. 37 Prozent der Österreicher würden ihm ihre Stimme geben. So gute Umfragewerte hatte seit Jahren kein Kanzler mehr.

Weit abgeschlagen folgt SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner mit 17 Prozent. Sie schneidet damit schlechter ab als ihr Vorgänger Christian Kern, der auf 23 Prozent Zustimmung gekommen war. Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) rangiert mit 13 Prozent auf dem dritten Platz.

Alle Daten im Detail:

"Wenn am nächsten Sonntag Wahlen wären, welcher der folgenden Parteien würden Sie dann Ihre Stimme geben?" Auch diese sogenannte Sonntagsfrage wurde den Umfrageteilnehmern gestellt – und wiederum hat die ÖVP deutlich die Nase vorn.

Sie kommt auf 33 Prozent Zustimmung. Die SPÖ verteidigt Platz 2, fiel aber seit September um drei Prozentpunkte von 29 auf 26 Prozent ab. Auch die FPÖ verzeichnet einen leichten Abwärtstrend und kommt nun noch auf 22 Prozent.

Die Kleinparteien NEOS, Grüne und Liste Pilz konnten dafür zulegen. Die NEOS steigen auf 9 Prozent, die Grüne auf 6 Prozent und "Jetzt" (einst bekannt unter dem Namen "Liste Pilz") erreicht Zustimmungswerte von 3 Prozent.

Weiter wurde die Bevölkerung dazu befragt, ob die Regierung im ersten Jahr besser oder schlechter gearbeitet hat als erwartet. 22 Prozent wurden von Türkis-Blau positiv überrascht, 25 Prozent negativ. Der Rest gab an, die Regierung arbeite "wie erwartet" (44%) oder machte keine Angaben.

Der ÖVP wird dabei innerhalb der Regierungskoalition von den meisten Wählern deutlich positiver wahrgenommen als die FPÖ.

Auf die Frage, welche Oppositionspartei die beste Arbeit leistet, nannten 23 Prozent die SPÖ. Bitter für die Sozialdemokraten: Die deutlich kleineren NEOS sind fast gleichauf – mit nur einem Prozentpunkt weniger.

Die Sympathie für Köpfe und Parteien ist das eine – doch wie kommen die von der Regierung beschlossenen Reformen am Ende des Tages bei der Bevölkerung an? Hier klaffen die Ansichten weit auseinander, wie die Befragung zeigt. So erfahren die Reformen im Schulbereich – Stichwort: Rückkehr zu Ziffernoten – eine relativ hohe Zustimmung. Mit der Idee eines 12-Stunden-Tags können sich die meisten Bürger hingegen so gar nicht anfreunden.

>>>> Wie die Österreicher die übrigen Reformen – von der Mindestsicherung bis zu den Ziffernoten – bewerten, lesen Sie hier.

Die Methode:

An der "Heute"-Umfrage nahmen 800 Personen über 16 Jahren telefonisch oder online teil. Der statistische Fehlerbereich liegt bei +/- 3,5%. (red)