Seit gut zwei Wochen ist der spanische Star-Spieler zum Zuschauen verdammt. Da hatte Alcaraz sein Heimturnier in Barcelona vorzeitig beenden müssen. Seither kämpft der 22-Jährige um die Rückkehr auf den Tenniscourt, bisher allerdings vergebens. Der Spanier sagte für die Turniere in Madrid und Rom, sowie die French Open ab. Mittlerweile ist sogar der Rasen-Auftakt in Gefahr – und damit womöglich auch ein Antreten beim Klassiker in Wimbledon.
Dass Alcaraz durch seine verletzungsbedingte Pause Platz eins in der Tennis-Weltrangliste an Jannik Sinner verloren hat, wird mittlerweile zu einer Randnotiz. Die Sorge um den spanischen Star-Spieler wird jedenfalls immer größer.
Alcaraz erklärte seine Turnierabsagen zuletzt damit, dass er beim Heilungsverlauf seiner Handgelenksverletzung Vorsicht walten lassen wolle. Doch die Spekulationen, dass die Verletzung am rechten Handgelenk schwerer sei, als zunächst angenommen, reißen nicht ab. So hatte der Mediziner Luis Martinez Romero gegenüber der Nachrichtenagentur EFE gar eine Pause von drei bis sechs Monaten in den Raum gestellt, "falls die Verletzung schon länger besteht und chronisch geworden ist." Das würde im schlimmsten Fall einem Saisonende gleichkommen.
Eine Handgelenksverletzung bei einem Tennis-Star? Da wurden schnell Erinnerungen an Dominic Thiem wach. Der US-Open-Sieger von 2020 hatte sich im Juni 2021 ebenso eine Handgelenksverletzung zugezogen, er stand neun Monate nicht auf dem Platz und schaffte nach der so schweren Verletzung nicht mehr den Weg zurück an die Weltspitze. 2024 hängte Österreichs Tennis-Star schließlich den Schläger an den Nagel.
Deshalb warnte auch Ex-Profi Andy Roddick, brachte Thiem oder Juan Martin del Potro als warnende Beispiele und erklärte, es sei jedenfalls nachvollziehbar, wenn Alcaraz auf die komplette Saison 2026 verzichte, um seinen langfristigen Karriereverlauf nicht zu gefährden.
Martinez Romero erklärte jedenfalls: "Wenn keine Degeneration vorliegt, ist eine vollständige Genesung möglich." Die Lage ist aber wohl ernster als zunächst gedacht.