Überraschung bei Bosnien-Herzegowina zum WM-Auftakt! Stürmer-Star Edin Dzeko saß beim 1:1 gegen Kanada über die volle Spielzeit nur auf der Bank. Selbst nach dem Ausgleichstreffer der Kanadier in der 78. Minute verzichtete Teamchef Sergej Barbarez auf den Routinier.
Für Mats Hummels ist das ein deutliches Zeichen. Der frühere DFB-Star, derzeit als Experte für "Magenta" im Einsatz, vermutet körperliche Probleme beim 40-Jährigen. "Dass er ihn nach dem Ausgleich nicht gebracht hat, scheint ein bisschen darauf hinzudeuten, dass er doch noch körperliche Probleme mit sich trägt. Vielleicht eine kleinere Verletzung, die nicht kommuniziert wurde, oder die Schulter hat sich nochmal gemeldet", erklärte Hummels.
Tatsächlich kämpft Dzeko seit Ende März mit einer Schulterverletzung, die er sich im WM-Playoff gegen Italien zugezogen hatte. Vor dem Turnier hatte sich Barbarez noch optimistisch gezeigt, dass sein Kapitän rechtzeitig fit wird. Zumindest für das Auftaktspiel dürfte es aber noch nicht gereicht haben.
Für Bosnien-Herzegowina bleibt Dzeko dennoch ein zentraler Faktor – auch abseits des Platzes. "Wenn er da ist, egal in welcher Verfassung, ist das Gold wert. Manchmal kann er mit ein paar Worten sehr viel bewegen. Die Jungs hören ihm zu", lobte Barbarez den Angreifer.
Sollte es im Kampf um den Aufstieg eng werden, führt für Hummels kein Weg an Dzeko vorbei. "Ich finde, Dzeko müsste in einem engen Spiel auf dem Platz stehen. Das steht außer Frage", stellte der Weltmeister von 2014 klar.