Historischer Moment bei der WM 2026! Beim Auftaktspiel zwischen den USA und Paraguay (4:1) kam erstmals eine neue Regel zum Einsatz – und sorgte für jede Menge Verwirrung.
Die Szene spielte sich in der 51. Minute ab. US-Verteidiger Tim Ream attackierte auf der linken Seite Paraguays Offensivstar Miguel Almirón. Schiedsrichter Danny Makkelie entschied sofort auf Foul und zeigte Ream die Gelbe Karte.
Während der anschließende Freistoß bereits ausgeführt wurde, stoppte der niederländische Referee die Partie plötzlich erneut. Makkelie griff sich ans Ohr – ein deutliches Zeichen, dass sich der VAR eingeschaltet hatte. Spieler beider Teams reagierten ratlos und diskutierten mit dem Unparteiischen.
Dann erschien auf den Stadion-Leinwänden und in der TV-Übertragung ein bislang unbekannter Hinweis: "Mistaken Identity" – also eine Überprüfung wegen einer möglichen Fehlentscheidung bei der Bestrafung eines Spielers. Damit griff erstmals eine neue WM-Regel.
Diese sieht vor, dass der Video-Assistent eingreifen darf, wenn nachweislich der falsche Spieler oder sogar das falsche Team sanktioniert wurde. Als VAR war der Spanier Carlos del Cerro Grande im Einsatz, unterstützt vom Niederländer Dennis Higler.
Die Wiederholungen brachten schließlich die Auflösung: Ream hatte seinen Gegenspieler gar nicht getroffen. Stattdessen zeigte die Zeitlupe, wie Almirón ohne Kontakt zu Boden ging, schrie und sich den Knöchel hielt.
Makkelie nahm daraufhin die Gelbe Karte gegen Ream zurück. Für einen kurzen Moment hielt der Schiedsrichter sogar die Rote Karte in der Hand, entschied sich dann aber für die passende Strafe: Gelb wegen einer Schwalbe gegen Almirón.
Nach der Korrektur wurde das Spiel fortgesetzt. Für die Fußball-Welt blieb vor allem eines hängen: Zum ersten Mal überhaupt wurde bei einer Weltmeisterschaft die neue VAR-Regel zur Korrektur einer falschen Bestrafung angewendet.