Neue Technik

FIFA erstellt digitale Zwillinge von allen ÖFB-Stars

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft gibt es Anpassungen bei Abseits-Entscheidungen. Dafür werden alle Spieler gescannt.
Sport Heute
04.06.2026, 06:28
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Der Fußball-Weltverband geht bei der WM in den USA, in Kanada und Mexiko ganz neue Wege, um schnellere Abseits-Entscheidungen zu fördern. Dafür spielt auch der verstärkte Einsatz der Technik, Stichwort halbautomatische Abseitstechnik, eine Rolle.

So werden alle Kaderspieler von allen 48 Mannschaften – also auch die ÖFB-Stars rund um David Alaba, Marko Arnautovic und Marcel Sabitzer – gescannt und digital vermessen. Dies geschehe im Rahmen eines verpflichtenden Medientags jeder Mannschaft, dauert pro Spieler auch nur eine Sekunde. Die Daten laufen dann in einem Zentrum in Dallas zusammen. In jedem der 16 WM-Stadien werden 16 Tracking-Kameras verbaut, diese generieren laufend Daten. Die Scans der Spieler werden derweil in die halbautomatische Abseits-Technik eingespielt, so kann ein 3-D-Bild der Abseitssituation generiert werden. Die digitalen Avatare sehen dann aus wie die Spieler, so kann schnell eine Entscheidung getroffen werden.

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Um auch in komplexeren Abseitssituationen schnell entscheiden zu können, ist es auch möglich, die Spielsituationen virtuell abzubilden. So kann etwa eine mögliche passive Abseitsstellung aus der Sicht des Tormanns überprüft werden.

Zuletzt waren die Schiedsrichter-Assistenten angehalten, knappe Abseitssituationen zunächst laufen zu lassen, um eine darauffolgende Abseitsstellung per Video-Referee überprüfen zu können. Das Problem hierbei waren lange Wartezeiten und unnötig weiterlaufende Entscheidungen und ein potenzielles Verletzungsrisiko. Bei der WM 2026 soll ein Abseits-Signal direkt an das Schiedsrichtergespann gehen und eine schnellere Entscheidung folgen. Die einzige Schwäche dieser schnellen Abseits-Automatik: Sollte ein Spieler durch einen anderen verdeckt werden oder mehrere Spieler ganz eng beisammen stehen, gerät das System an seine Grenzen. Dann könnten wieder die 3-D-Avatare ins Spiel kommen.

Auch Ball gibt Daten ab

Daten kommen dann auch von einem Sensor im Spielball. Mit dessen Daten kann dann der exakte Moment des Abspiels ermittelt oder festgestellt werden, ob ein Spieler den Ball an die Hand bekommt. Die "Ball-out-of-Bounds"-Technik kann schnell feststellen, ob ein Ball vor einem möglichen Treffer die Toroutlinie überquert hat.

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