Schulung für ÖFB-Team

Zeitspiel, Trinkpause! Diese Regeln sind neu bei der WM

Bei der kommenden WM treten insgesamt acht neue Regeln in Kraft. "Heute" zeigt euch alle Neuerungen im Überblick.
Sport Heute
02.06.2026, 07:36
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Kurz vor dem Start der Weltmeisterschaft werden die Nationalteams noch einmal über zahlreiche Regeländerungen informiert. Auch das ÖFB-Team wird nach seiner Ankunft in Amerika nocheinmal über die neuen Regeln von der FIFA geschult.

Ziel der Anpassungen ist es, das Spiel flüssiger zu gestalten, Zeitspiel einzudämmen und dem Videoschiedsrichter zusätzliche Eingriffsmöglichkeiten zu geben. Zudem reagiert die FIFA mit einigen Änderungen auf Vorfälle der jüngeren Vergangenheit.

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Neue Rot-Regeln

Besonders hart fallen zwei neue Platzverweis-Regeln aus. Wer sich während einer konfrontativen Diskussion mit der Hand oder dem Trikot den Mund verdeckt, um Lippenlesen zu verhindern, riskiert künftig eine Rote Karte. Hintergrund ist unter anderem ein Vorfall in der Champions League, bei dem Benfica-Spieler Gianluca Prestianni nach einer mutmaßlich rassistischen Äußerung gegen Real-Star Vinicius Junior nachträglich gesperrt wurde.

Ebenfalls neu: Verlässt eine Mannschaft aus Protest gegen Schiedsrichterentscheidungen das Spielfeld, droht den beteiligten Spielern künftig Rot. Dasselbe gilt für Betreuer oder Trainer, die ihre Mannschaft zu einer solchen Aktion auffordern.

Zeitspiel wird bestraft

Auch gegen Zeitspiel geht die FIFA verstärkt vor. Torhüter müssen den Ball künftig innerhalb von fünf Sekunden ins Spiel bringen. Überschreiten sie diese Frist, erhält der Gegner einen Eckball. Bei Auswechslungen haben Spieler nur noch zehn Sekunden Zeit, das Feld zu verlassen. Wer trödelt, sorgt dafür, dass sein Team vorübergehend in Unterzahl spielen muss.

Eine weitere Neuerung betrifft verletzte Spieler. Nach einer Behandlung dürfen sie erst nach einer Minute wieder auf das Spielfeld zurückkehren, wodurch ihre Mannschaft ebenfalls kurzfristig in Unterzahl agiert.

Zusätzliche Befugnisse erhält auch der Videoschiedsrichter. Künftig kann überprüft werden, ob eine zweite Gelbe Karte und damit ein Platzverweis korrekt ausgesprochen wurde. Außerdem darf eingegriffen werden, wenn die falsche Mannschaft oder der falsche Spieler bestraft wurde.

Neu geregelt wird auch das Verhalten bei Standardsituationen. Begeht ein Angreifer vor einem ruhenden Ball ein klares Foul, das einen Verteidiger am Verteidigen hindert, kann der VAR eingreifen und ein daraus erzieltes Tor aberkennen.

Für Diskussionen dürfte zudem die neue Trinkpausen-Regel sorgen. Bei allen 104 WM-Spielen wird es unabhängig von Wetter oder Stadionbedingungen in jeder Halbzeit nach rund 22 Minuten eine dreiminütige Unterbrechung geben. Dadurch dürfte die ohnehin bereits lange Nachspielzeit bei der Weltmeisterschaft nochmals deutlich anwachsen.

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