Zeitspiel soll im Fußball künftig noch konsequenter bestraft werden. Nachdem zur Saison 2025/26 bereits die Acht-Sekunden-Regel für Tormänner eingeführt wurde, greift nun die nächste Verschärfung – und wird bei Österreichs WM-Generalprobe getestet.
Wer nämlich vorhat, bei Einwürfen Zeit von der Uhr zu nehmen, wird künftig bestraft. Lässt sich ein Spieler beim Ausführen zu lange Zeit, wechselt der Ballbesitz automatisch zum Gegner. Erstmals sichtbar wurde die neue Vorschrift beim WM-Test zwischen Deutschland und Finnland. Schiedsrichter Matheus Delgado Candancan begann in der ersten Halbzeit bereits demonstrativ herunterzuzählen.
Dabei gilt: Der Countdown startet nicht zwingend erst dann, wenn der Spieler den Ball in den Händen hält. Der Referee kann die Zeit auch laufen lassen, wenn ein Akteur nur langsam zum Ball schlendert oder sich bewusst an der falschen Stelle für den Einwurf positioniert.
Die FIFA will damit verhindern, dass Mannschaften durch Verzögerungen wertvolle Sekunden von der Uhr nehmen. Auch Österreich bekommt die neue Regel bereits zu spüren. Beim Testspiel gegen Tunesien am Dienstagabend im Wiener Happel-Stadion (20.45 Uhr) wird die Vorschrift ebenfalls angewendet.