Nach dem 1:0-Sieg gegen Tunesien herrscht beim ÖFB-Team gemischte Stimmung. Sportlich gelang die Generalprobe für die Weltmeisterschaft, personell gibt es jedoch zwei große Sorgenkinder: Christoph Baumgartner und David Alaba mussten angeschlagen vom Platz beziehungsweise auf einen Einsatz verzichten.
Klarheit soll erst am Dienstagvormittag herrschen. Bis dahin heißt es für das Nationalteam warten und hoffen. Besonders besorgniserregend ist die Situation bei Christoph Baumgartner. Der Leipzig-Legionär hätte gegen Tunesien in der Startelf stehen sollen, musste seinen Einsatz nach dem Aufwärmen aber kurzfristig absagen.
"Es ist ihm bei einem Schuss aufs Tor reingestochen", erklärte Teamchef Ralf Rangnick nach dem Spiel. Nach ersten Einschätzungen dürfte der Hüftbeuger betroffen sein. Entsprechend vorsichtig fiel auch die Prognose des Deutschen aus: "Es sieht im Moment leider nicht so gut aus."
Ein Ausfall Baumgartners würde das ÖFB-Team hart treffen. Der Offensivspieler zählt zu den wichtigsten Akteuren im Nationalteam. "Er ist ein absolut wichtiger Spieler für uns. Er kann Tore schießen und dem Gegner mit seiner Kreativität richtig weh tun", betonte Philipp Lienhart. Auch Torhüter Alexander Schlager hob die Bedeutung des 25-Jährigen hervor: "Er weiß, welchen unglaublichen Wert er nicht nur als Spieler, sondern auch als Person für diese Mannschaft hat."
Etwas weniger dramatisch scheint die Situation bei David Alaba zu sein. Der Kapitän blieb nach der Pause vorsorglich in der Kabine. "Er hat eine leichte Verhärtung gespürt. Deshalb sind wir kein Risiko eingegangen", erklärte Rangnick.
Dennoch wird auch Alabas Zustand genau beobachtet. Der Real-Madrid-Star hatte in der abgelaufenen Saison immer wieder mit muskulären Problemen zu kämpfen.
Am Dienstagmorgen steht für beide Spieler eine MRT-Untersuchung auf dem Programm. Spätestens danach soll feststehen, ob und in welchem Ausmaß die beiden Leistungsträger für den WM-Auftakt gefährdet sind.