Mit Spannung war erwartet worden, wie Ralf Rangnick die Tormannfrage in der WM-Generalprobe gegen Tunesien lösen würde. Nach dem 1:0-Erfolg herrscht nun Klarheit: Alexander Schlager geht als Nummer eins in die Weltmeisterschaft.
Der Salzburg-Goalie stand gegen Tunesien über die gesamte Spielzeit zwischen den Pfosten. Rangnick verzichtete auf einen Wechsel und setzte damit ein deutliches Zeichen. Bereits vor dem letzten Testspiel hatte der Teamchef angekündigt, weitgehend jene Elf auflaufen zu lassen, die auch beim WM-Auftakt gegen Jordanien beginnen soll.
Schlager selbst wollte seine Leistung nicht überbewerten, zeigte sich aber zufrieden. "Ich glaube, ich habe heute ganz gut performt", sagte der 30-Jährige nach dem Schlusspfiff. Dass er die gesamten 90 Minuten absolvierte, wertete er durchaus als positives Signal. "Es gibt auf jeden Fall kein schlechtes Gefühl, wenn man im letzten Testspiel im Tor steht", meinte er mit einem Lächeln.
Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel sorgte Rangnick schließlich für Klarheit. "So wie das Spiel verlaufen ist, hat Alex das richtig gut gemacht", erklärte der Deutsche. Und ergänzte: "Wenn nichts Außergewöhnliches mehr passiert und alle gesund bleiben, kann man schon davon ausgehen, dass er gegen Jordanien im Tor steht."
Für Schlager wäre es die logische Fortsetzung seiner Rolle im Nationalteam. Bereits vor der EURO 2024 galt er als klare Nummer eins, musste das Turnier jedoch verletzungsbedingt verpassen. In der WM-Qualifikation stand er – mit Ausnahme seiner verletzungsbedingten Pause regelmäßig im ÖFB-Tor.
Patrick Pentz und Florian Wiegele müssen sich damit vorerst mit den Plätzen dahinter begnügen. Sollte Schlager fit bleiben, dürfte er Österreich auch bei der Weltmeisterschaft als Stammkeeper aufs Feld führen.