Rangnick setzte nicht auf ihn

ÖFB-Ass: "War nicht vorhersehbar, dass das eintritt"

Marco Friedl ist eine etablierte Größe in der deutschen Bundesliga, doch lange hatte der Werder-Kapitän bei ÖFB-Coach Ralf Rangnick kein Leiberl.
Sport Heute
29.05.2026, 19:14
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Zehn Länderspiele hat Marco Friedl bisher für Österreichs Fußball-Nationalteam absolviert. Unter Coach Ralf Rangnick fasste der Innenverteidiger und Leistungsträger von Werder Bremen erst in den letzten Monaten so richtig Fuß, war seit Oktober 2025 stets Teil des ÖFB-Nationalteams. Nachdem Rangnick zuvor nicht auf den Deutschland-Legionär baute, Friedl zwischen Juni 2022 und Juni 2025 nicht für das ÖFB-Team auflief, obwohl der Innenverteidiger zumindest für einen Nations-League-Lehrgang im Oktober 2024 einberufen worden war.

"Es war nicht vorhersehbar, dass das eintritt", meinte Friedl über die Berufung in den WM-Kader. Seit Donnerstag bereitet sich der 28-Jährige nun mit dem ÖFB-Team auf die Weltmeisterschaft vor.

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"Offener, ehrlicher Austausch" mit Rangnick

"Ich habe mir immer gesagt, dass ich weiter dran arbeiten will, vor allem im Verein zeigen will, dass ich hierher gehöre", erklärte Friedl. Er habe versucht, sich "ins Rampenlicht" zu spielen. "Es ist mir gut gelungen, deshalb bin ich unfassbar stolz, Teil dieser Gruppe zu sein. Es ist etwas unfassbar Schönes, weil ich hart daran gearbeitet habe, dass ich jetzt hier stehe", so der Werder-Kapitän. Für Friedl spricht jedenfalls, dass er in Abwesenheit von Maxi Wöber neben David Alaba der einzige Innenverteidiger-Linksfuß im Kader ist – bei der großen Konkurrenz in der Abwehr-Zentrale durchaus ein Pluspunkt.

Nun würde er die Entscheidungen des Teamchefs "deutlich besser" verstehen, als er es noch vor einigen Jahren tat, sagte Friedl nun. "Wir hatten immer einen offenen und ehrlichen Austausch. Dinge, die nicht gut waren, wurden angesprochen, Dinge, die ich gut mache, wurden angesprochen", erzählte Friedl über den Kontakt mit Coach Rangnick über die Jahre hinweg.

"Wir haben mittlerweile ein sehr, sehr gutes Verhältnis. Auch für mein Spiel in Bremen hat mir das Trainerteam sehr geholfen. Ich habe die faire Chance bekommen, um in den Spielen zu zeigen, was ich kann und dann liegt es an jedem selbst", meinte Friedl über die beiden März-Länderspiele gegen Ghana (5:1) und Südkorea (1:0). In beiden Partien durfte der Bremen-Kapitän rund eine Stunde lang ran.

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