Mama (25) wartet seit Monaten auf Mindestsicherung

Weil eine Mutter finanziell neu bemessen wurde, wartet die 25-Jährige seit Dezember auf ihr Geld (Symbolfoto, "Heute"-Montage)
Weil eine Mutter finanziell neu bemessen wurde, wartet die 25-Jährige seit Dezember auf ihr Geld (Symbolfoto, "Heute"-Montage)iStock/apa picturedesk
Die alleinerziehende Hannah K. und ihre beiden Kinder leben von der Mindestsicherung, die ihnen allerdings seit Dezember nicht mehr ausbezahlt wurde.

"Ich bin alleinerziehende Mutter und bekomme seit Dezember keine Mindestsicherung mehr von der MA 40." Hannah K. (Name von der Redaktion geändert) kämpft seit Ende 2020 um das Geld, das ihr vom Sozialamt ausbezahlt werden sollte, erzählt sie im "Heute"-Gespräch. Denn durch ihre finanzielle Lage könne sie sich und ihre zwei Kinder nicht mehr ernähren und die Wohnung nicht bezahlen.

Jetzt fühle sie sich vom Amt im Stich gelassen. "Ich rufe drei bis vier Mal pro Tag bei der MA 40 an, aber mir kommt vor, dass ich da nur abgewimmelt werde", berichtet die 25-Jährige. Ein Anruf von Hannah K.'s Mutter soll dabei auch nicht geholfen haben. "Der Mitarbeiter meinte nur, dass wir nicht mehr anrufen sollen, weil es noch dauern würde." Für Freitag wurde ihr nun in Aussicht gestellt, dass das Geld ausbezahlt wird.

Folgeantrag musste gestellt werden

Warum es zu dieser Situation gekommen ist, konnte Andreas Fläckel, Pressesprecher für Soziales, im Gespräch mit "Heute" aufklären. Aus privaten Gründen musste das Geld von Hannah K. nämlich neu bemessen werden, wozu sie einen Folgeantrag für die Mindestsicherung stellen musste. "Diesen Antrag hat sie am 25. Februar eingereicht und am 1. März wurde er erledigt", erklärt Fläckel. "Sie sollte das Geld also bald auf ihrem Konto haben."

Die Bearbeitung solcher Akten sei ein aufwendiges Verfahren, so der Pressesprecher weiter. Eine Woche sei daher eine gute Zeitspanne, in der die Daten von Hannah K. behandelt wurden. Sollte eine familiäre Situation allerdings wirklich dringlich sein, bei dem Menschen beispielsweise vor einer Zwangsräumung stehen würden, so könnten diese bei der Servicestelle anrufen und ihren Fall schildern.

"Die Kollegen setzen dann natürlich alles daran, dass solche finanziellen Probleme gelöst werden, ohne, dass die Betroffenen ihre Wohnung verlieren. Wir haben Verständnis für die finanziellen Lagen der Personen und legen Wert darauf, dass diese so schnell wie möglich zu ihren Bezügen kommen", so Fläckel abschließend.

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