Aufgrund der globalen Ausbreitung des Coronavirus gelten derzeit in Österreich Reisewarnungen für 31 Staaten (siehe Infobox unten). Glaubt man Experten, könnte schon bald ein weiteres - zumindest teilweise - folgen: Spanien.
Das deutsche Außenministerium hat bereits zu Beginn der Woche eine Reisewarnung für die Regionen Katalonien, Navarra und Aragón veröffentlicht. Somit müssen Spanien-Urlauber nach ihrer Rückkehr in Deutschland eine zweiwöchige "Coronatäne" antreten. Ausnahmen gelten einzig für Rückreisende, die einen negativen Sars-CoV-2-Test vorweisen können.
Ab Samstag steht Spanien auch in der Schweiz auf der Liste der Corona-Risikogebiete - ausgenommen sind einzig die kanarischen und die balearischen Inseln. Wer von dort zurückreist, muss nicht in 10-tägige Isolation.
Nachdem Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grünen) bislang stets die Entwicklung der Corona-Infektionzahlen in Europa und die daraus resultierenden Maßnahmen der einzelnen Länder genau beobachteten, wäre es nicht überraschend, wenn auch die österreichische Bundesregierung demnächst Spanien - ganz oder teilweise - auf die Liste der Risikogebiete nehmen würden.
Ägypten; Albanien; Bangladesch; Belarus; Bosnien und Herzegowina; Brasilien; Bulgarien; Chile; Ecuador; Indien; Indonesien; Iran; Kosovo; Mexiko; Montenegro; Nigeria; Nordmazedonien; Pakistan; Peru; Philippinen; Portugal; Republik Moldau; Rumänien; Russland; Schweden; Senegal; Serbien; Südafrika; Türkei; Ukraine; USA.
Zudem gilt eine partielle Reisewarnung für die chinesische Provinz Hubei. (Stand: 5. August 2020, 15 Uhr)
Für die Rückkehr nach Österreich aus diesen Ländern ein negativer Covid-19-Test Pflicht - oder man muss in Quarantäne. Sogar eine Gefängnisstrafe kann Verweigerern drohen.