Diese 32 Staaten sind Corona-Risikogebiete

Strenge Auflagen gibt es bei Einreisenden aus Corona-Risikogebieten. Im Bild etwa ein portugiesischer Strand. 
Strenge Auflagen gibt es bei Einreisenden aus Corona-Risikogebieten. Im Bild etwa ein portugiesischer Strand. Picturedesk/APA
Große Verwirrung herrscht derzeit über die neue Verordnung zu den Einreisebeschränkungen aus den Coronavirus-Risikogebieten. 

Am Freitag kommunizierte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) neue Einzelheiten über die Einreisebestimmungen aus Corona-Risikogebieten. Doch wegen unklarer Formulierungen herrschte dennoch Unklarheit über die genaue Interpretation. Auch im Ministerium weiß man nur bedingt weiter. 

Fix ist nur, dass man einen PCR-Test benötigt, wenn man aus einem der 32 definierten Risiko-Destinationen kommt. Das betrifft sowohl österreichische Staatsbürger, EU-Bürger, Schweizer und Personen mit einer Aufenthaltsgnehmigung. Dieser Test muss negativ sein und darf nicht älter als drei Tage sein. Sollte ein Vorweisen eines solchen Tests nicht möglich sein, so müssen Betroffene eien zehntägige, selbstüberwachte Heimquarantäne antreten. 

Auslegung unklar

Während dieser Frist muss der PCR-Test dann binnen 48 Stunden beantragt werden und auf eigene Kosten durchgeführt werden. Aus dem Ministerium hieß es, dass sobald ein negatives Testergebnis vorläge, man die Heimisolation beenden dürfe. Würde der Test nicht nachgeholt werden, wäre das eine Verwaltungsübertretung die mit einer Geldstrafe von bis zu 1.450 Euro geahndet werden könnte.  

Wie die APA berichtet, geht dieser Letztinterpretation des Ministeriums ein Hin und Her voraus. Noch am Samstagvormittag wurde eine zuvor kommunizierte Ansicht abermals revidiert. Denn ursprünglich hieß es auch nach mehrmaliger Rückfrage, dass der Verbleib in der zehntägigen Quarantäne als Alternative zur Testung möglich sei. Laut APA ist das aber "definitiv nicht der Fall". 

Folglich stellt die aktuelle Verordnung eine Verschärfung da. Bislang mussten Einreisende ein ärztliches Attest vorlegen, das nicht älter als vier Tage ist. Alternativ war auch eine zweiwöchige Quarantäne (ohne Testung) möglich. Die neue, strengere Verordnung gilt ab kommenden Montag (27. Juli), für Personen, die sich bereits im Ausland befinden ab Donnerstag, 30. Juli.

Die Risikoländer im Überblick

Im Detail handelt es sich bei den Risikogebieten um folgende Länder /Regionen: Ägypten, Albanien, Bangladesch, Bosnien-Herzigowina, Brasilien, Bulgarien, Chile, Ecuador, Indien, Indonesien, Iran, Kosovo, Mexiko, Moldau, Montenegro, Nigeria, Nordmazedonien, Pakistan, Peru, Philippinen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Senegal, Serbien, Südafrika, Türkei, Ukraine, USA, die Provinz Hubei in China und Weißrussland. 

Fix in Quarantäne müssen alle Drittstaatangehörige, auch bei negativen PCR-Tests. Drittstaatangehörige dürfen allerdings ohnehin nur dann nach Österreich einreisen, wenn dies über ein Schengen-Land geschieht. Voraussetzung für eine solche Einreise bleibt aber dennoch ein negativer PCR-Test, der nicht älter als drei Tage ist. Im Gegensatz zu früher muss aber eine zehntägige Quarantäne auch bei einem negativen Test eingehalten werden. Ausnahmen für Drittstaatangehörige gibt es etwa beim Pflegepersonal, Saisonarbeitskräften oder Diplomaten.

Länder ohne Einschränkung

Eine freie Einreise besteht für Österreicher, EU- und EWR-Bürger dann, wenn sie aus einem Land mit stabiler Corona-Situation kommen. Dazu zählen Andorra, Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Monaco, Niederlande, Norwegen, Polen, San Marino, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Vatikan, dem Vereinigtes Königreich und Zypern.

Kritik am Wortlaut der Verordnung kam zuletzt von Verfassungsrechts-Experte Heinz Mayer und der FPÖ. Norbert Hofer etwa sprach in Bezug auf Gesundheitsminister Anschober von "Unfähigkeit". 

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