Für 1.800 Migranten

Spanien richtet zwei Flüchtlingslager in Ceuta ein

Spanien plant neue Aufnahmeeinrichtungen in Ceuta, um 1800 verbliebene Migranten, darunter viele Minderjährige, vor Obdachlosigkeit zu schützen.
Newsdesk Heute
20.08.2026, 22:23
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Drei Wochen nach dem großen Ansturm von Flüchtlingen will die spanische Regierung zwei "temporäre Aufnahmeeinrichtungen" in der Exklave Ceuta errichten. Damit will man den rund 1.800 dort verbliebenen Flüchtlingen eine Unterkunft bieten, "damit sie die Nächte nicht mehr auf der Straße oder am Strand verbringen müssen", erklärte das Migrationsministerium am Donnerstag.

Ende Juli haben laut spanischen Behörden etwa 72.000 Flüchtlinge die neben Marokko gelegene Exklave Ceuta entweder zu Fuß oder schwimmend erreicht. Dutzende Menschen haben dabei ihr Leben verloren. Rund 70.000 Flüchtlinge sind kurz darauf nach Marokko zurückgekehrt oder wurden dorthin zurückgebracht.

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Nach Angaben der spanischen Regierung halten sich aber noch immer rund 1.800 Flüchtlinge in Ceuta auf, darunter viele unbegleitete Minderjährige. Die meisten von ihnen haben die letzten Wochen auf der Straße oder am Strand geschlafen. Die Bewohner von Ceuta klagen über Sicherheits- und Hygieneprobleme und werfen der Regierung in Madrid vor, ihre Anliegen zu ignorieren.

Wie mit den in Ceuta verbliebenen Flüchtlingen umgegangen werden soll, sorgt in Spanien für Streit zwischen der linksgerichteten Regierung und der konservativen Opposition. Während von der rechtsgerichteten PP regierte Regionen sich weigern, unbegleitete Minderjährige aufzunehmen, plant die Zentralregierung, 500 Mädchen auf das spanische Festland zu bringen.

Diese Mädchen, von denen einige erst zehn oder elf Jahre alt sind, befinden sich laut dem spanischen Staatssekretär für Kinder und Jugendliche, Rubén Pérez Correa, in "sehr komplexen familiären Situationen" und "benötigen eine spezialisierte Betreuung", wie er dem Radiosender Cadena SER sagte.

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