Zu den mutmaßlichen Tätern zählen laut Nachrichtenagentur Efe vier Marokkaner, drei Spanier und ein Belgier. Gegenüber der spanischen Zeitung "El País" erklärte Rojas, Migrantinnen seien "aufgrund ihres irregulären Aufenthaltsstatus in diesem Gebiet besonders schutzbedürftig".
Wie NTV berichtet, hat Spaniens Regierung heute ein Hilfsprogramm in der Höhe von 309 Millionen Euro beschlossen. Die Gelder sind für die Nordafrika-Exklave Ceuta gedacht, die aktuell stark von einem Massenandrang von Migranten betroffen ist. Die linke Regierung in Madrid kündigte an, dass das Geld noch in diesem Jahr fließen soll. Das Hilfspaket macht laut Regierung rund 16 Prozent des Bruttoinlandsprodukts von Ceuta aus. Die Exklave hat etwa 83.600 Einwohner und ist flächenmäßig kleiner als der Flughafen in Frankfurt.
Am 30. und 31. Juli schwammen oder kletterten nach Angaben von Innenminister Fernando Grande-Marlaska rund 72.000 Migranten von Marokko nach Ceuta. Zuvor kursierten in Sozialen Medien Falschmeldungen, dass Menschen nicht zurückgeschickt werden, wenn sie schwimmend die Exklave erreichen.
Die meisten Migranten kehrten innerhalb weniger Stunden nach Marokko zurück. Einen Monat später waren laut Regierung noch rund 5.000 Migranten in Ceuta, darunter mindestens 1.200 Minderjährige. Einige Einheimische reagierten zunehmend verärgert auf die wochenlange Anwesenheit so vieler Migranten und warfen der Regierung vor, Ceuta im Stich gelassen zu haben. Es kam auch zu gewalttätigen Übergriffen durch Einheimische auf Migranten.
Die Regierung von Sánchez steht nun stark unter Druck. Für Mittwoch sind landesweite Solidaritätskundgebungen für die Bevölkerung von Ceuta geplant, bei denen wieder mit heftiger Kritik an der Regierung gerechnet wird. Die Exklave Ceuta, wie auch Melilla, gehört seit Jahrhunderten zu Spanien, wird aber auch von Marokko beansprucht.
Das neue Hilfspaket für Ceuta sieht Geld für öffentliche Dienstleistungen, Sicherheitskräfte, die Aufnahme von Migranten sowie für Unternehmen und Beschäftigte vor. Für die grundlegenden öffentlichen Dienste sind 21 Millionen Euro reserviert, für Sicherheitsmaßnahmen 90 Millionen Euro und für die Aufnahme und Versorgung von Migranten 118 Millionen Euro. Weitere 80 Millionen Euro sollen der lokalen Wirtschaft sowie Selbstständigen und Arbeitnehmern zugutekommen.