Der Fehlstart ist perfekt: Europameister Spanien kam zum Auftakt der Fußball-WM 2026 gegen Neuling Kap Verde nicht über ein enttäuschendes 0:0 hinaus. In Spanien wächst nach dem Remis bereits die Kritik.
Vor allem Journalist Julio Maldonado fand bei "COPE" deutliche Worte. Er sprach von einem "historischen Moment" und kritisierte die Leistung der Mannschaft scharf: "Ich habe eine sehr müde Mannschaft gesehen, ohne Ideen. Das muss uns an uns selbst zweifeln lassen."
Mittelfeldspieler Mikel Merino versucht hingegen, keine Kritik aufkommen zu lassen. "Ruhe bewahren ist jetzt das Wichtigste. Wir dürfen uns von einem Ergebnis, das nicht positiv war, nicht entmutigen lassen", sagte der Arsenal-Profi nach der Partie.
"Es läuft nicht immer alles so, wie man es sich wünscht. Jeder Spieler geht anders mit Enttäuschungen um", meinte Merino dann, ergänzte mit durchaus deutlichen Worten: "Niemand ist gestorben, es ist keine Trauer im wörtlichen Sinne. Aber Niederlagen können sich oft so anfühlen. Wenn wir so ehrgeizig sind, immer gewinnen und unser Bestes geben wollen und es uns dann nicht gelingt."
Die Zahlen sprechen derzeit gegen die "Furia Roja": Seit dem WM-Titel 2010 gelangen Spanien lediglich drei Siege in zwölf WM-Spielen. Gegen Kap Verde, einen der bevölkerungsschwächsten WM-Teilnehmer, hatte man deutlich mehr erwartet.
Nationaltrainer Luis de la Fuente bleibt dennoch gelassen. "Wir sind völlig ruhig und überzeugt, dass wir noch einen langen Weg vor uns haben", erklärte der Coach und verwies auf die Serie von mittlerweile 32 Pflichtspielen ohne Niederlage. Die nächsten Chancen auf Wiedergutmachung warten gegen Saudi-Arabien und Uruguay.