Am Montag wurde bekannt, dass sich die Mitarbeiterin einer Klinik in Madrid mit dem hochansteckenden Ebola-Virus infiziert hat, nun sollen drei weitere infiziert sein. Experten sind ratlos, da sich die Krankenschwester trotz ihres Schutzanzugs angesteckt haben dürfte. In Österreich ist indes der Krankheitsstatus des Flüchtlings aus Liberia noch immer nicht geklärt. Experten hatten zuletzt vor einer Verbreitung in Europa gewarnt.
Am Montag wurde bekannt, dass sich die Mitarbeiterin einer Klinik in Madrid mit dem hochansteckenden Ebola-Virus infiziert hat, nun sollen drei weitere infiziert sein. Experten sind ratlos, da sich die Krankenschwester trotz ihres Schutzanzugs angesteckt haben dürfte. In Österreich ist indes der Krankheitsstatus des gewarnt.
Bisher war immer davon ausgegangen, sich mit einem Schutzanzug zu hundert Prozent schützen zu können. Die Krankenschwester, die sich mit Ebola infizierte, dürfte nach Medienberichten jedoch einen Schutzanzug beim Kontakt mit Infizierten getragen haben. So scheint bei den anderen Patienten im Krankenhaus Panik auszubrechen. Etliche Menschen auf anderen Stationen waren am Dienstag nur mehr mit Gesichtsmaske zu sehen.
Krankenschwester war auf Urlaub
Die Krankenschwester gilt als erster Mensch, der sich in Europa mit der zumeist tödlichen Krankheit infizierte. Sie hatte einen an Ebola erkrankten spanischen Priester betreut, der vor zwei Wochen zur Behandlung aus Sierra Leone nach Madrid gebracht worden war und dort wenige Tage später verstarb. Die Krankenschwester hatte seitdem Urlaub. In der Zeit habe sie Madrid aber nicht verlassen, teilte die Klinik mit. Insgesamt seien 22 Personen ermittelt worden, die Kontakt zu der erkrankten Krankenschwester gehabt hätten.
US-Präsident Barack Obama kündigte verstärkte Fluggastkontrollen zur Verhinderung eines Epidemie-Ausbruchs in den USA an.
US-Patient wird mit experimentellem Medikament behandelt
Ein Ebola-Patient aus Liberia wird in den USA mit einem experimentellen Medikament behandelt. Der Mann bekomme das von der US-Firma Chimerix entwickelte Präparat "brincidofovir", teilte das Texas Health Presbyterian Krankenhaus in Dallas am Montag mit. Die US-Gesundheitsbehörde CDC hatte zuvor mitgeteilt, dass der Mann nicht wie andere Patienten in den USA zuvor mit dem experimentellen Medikament "ZMapp" behandelt werde, weil es aufgebraucht sei.
Der Mann aus Liberia schwebt nach Angaben des Krankenhauses weiter in Lebensgefahr, sein Zustand sei aber stabil. Bei ihm war vor rund einer Woche Ebola diagnostiziert worden. Es handelt sich dabei um die erste Ebola-Diagnose außerhalb Afrikas seit Beginn der aktuellen Epidemie.
Norwegerin infiziert
Eine norwegische Mitarbeiterin von Ärzte ohne Grenzen (MSF) infizierte sich nach Angaben der Organisation in Sierra Leone und sollte in der Nacht zu Dienstag ausgeflogen werden. Die Isolierstation der Universitätsklinik Oslo war auf ihre Aufnahme vorbereitet.
Ein US-Kameramann, der sich in Liberia mit dem Ebola-Virus infizierte, traf unterdessen zur Behandlung in seiner Heimat ein. Das Spezialflugzeug mit dem 33-jährigen Freiberufler an Bord landete am Montag im Bundesstaat Nebraska, wie US-Medien berichteten. Der Mann, der zuletzt vor allem für den US-Fernsehsender NBC tätig war, hatte am vergangenen Mittwoch erste Symptome gezeigt. Der Kameramann ist der vierte US-Bürger, der sich in Liberia mit Ebola infizierte.
Marburg-Fieber in Uganda ausgebrochen
Eine schlimme Nachricht kam aus Afrika: In Uganda ist das eng mit Ebola verwandte Marburg-Fieber ausgebrochen. Ein Klinikmitarbeiter in dem ostafrikanischen Land erlag dem Virus, mehrere weitere haben sich möglicherweise infiziert. Insgesamt stünden 80 Menschen in Quarantäne unter Beobachtung, sagte die Direktorin des staatlichen Gesundheitsdienstes, Jane Aceng, am Montag.