Spanische Region setzt Impfung mit AstraZeneca aus

Immer mehr Länder stoppen das Impfen mit AstraZeneca, nachdem mehrere Fälle von Blutgerinnseln bekannt wurden.
Immer mehr Länder stoppen das Impfen mit AstraZeneca, nachdem mehrere Fälle von Blutgerinnseln bekannt wurden.Alvaro Barrientos / AP / picturedesk.com
Immer mehr Länder stoppen das Impfen mit AstraZeneca, nachdem mehrere Fälle von Blutgerinnseln bekannt wurden. Nun auch eine spanische Region.

Vor wenigen Tagen reihten sich auch die Niederlande zu jenen Ländern, die die Impfung mit dem Präparat des Herstellers AstraZeneca vorläufig eingestellt haben. Grund für den vorläufigen Impf-Stopp sind die Thrombose-Risiken bei Frauen im Alter von 25 bis 65 Jahren nach der Impfung.

Nun erreicht uns aus Spanien die Meldung, dass die spanische Region Kastilien und Leon ebenfalls die Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca vorläufig ausgesetzt hat. In Valladolid - knapp 200 Kilometer nordwestlich von Madrid - wurden Hunderte Menschen, die am Mittwochvormittag in verschiedenen Impfzentren der Stadt darauf warteten, ihren Impftermin wahrzunehmen, per Megafon über diese Entscheidung informiert.

Auf EMA-Stellungnahme warten

Man wolle vorsichtig vorgehen und die angekündigte neue Stellungnahme der EU-Behörde EMA abwarten, erklärte die regionale Gesundheitsministerin Veronica Casado die Vorgehensweise im Radiointerview.

"Damit will ich nicht sagen, dass man dem Impfstoff misstrauen sollte. Aber es ist von Nebenwirkungen, von Thrombosen die Rede. Und wir wissen nicht, wer davon betroffen sein könnte", sagte Casado.

Der regionale Ärzteverband und auch die Sozialistische Partei des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sanchez sind alles andere als zufrieden mit der Entscheidung der konservativen Regionalregierung und übten Kritik. Die Maßnahme löse bei den Bürgern unnötig Alarm und "eine brutale Angst" aus, sagte der Präsident des Ärzteverbandes, Jose Luis Diaz Villarig laut APA. Abgesehen davon habe es in der Region keine Fälle von Thrombosen nach Impfungen gegeben.

EMA bestätigt: AstraZeneca löst Thrombosen aus

Ein hochrangiger Vertreter der EU-Arzneimittelbehörde EMA hat am Dienstag allerdings schon eine Verbindung zwischen der Corona-Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff und dem Auftreten von Blutgerinnseln bei einzelnen Geimpften gezogen. (Mehr dazu hier >>)

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