In Deutschland wird immer weniger Spargel angebaut und geerntet. Im vergangenen Jahr ist die Ernte im Vergleich zum Jahr davor um 3,9 Prozent auf 103.900 Tonnen Spargel zurückgegangen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte.
Verglichen mit dem Jahr 2015 beträgt der Rückgang sogar 8,5 Prozent. Auch die Anbaufläche ist in den letzten zehn Jahren um 12,5 Prozent kleiner geworden und liegt jetzt bei 25.700 Hektar.
Besonders stark ist die Zahl der Betriebe zurückgegangen. Laut den Angaben gab es 2015 noch 1.900 Spargelbetriebe, im vergangenen Jahr waren es nur mehr 1.350 – das ist ein Minus von 29,3 Prozent. Vor allem kleinere Betriebe haben sich aus dem Spargelanbau zurückgezogen.
Die größten Anbauflächen für Spargel finden sich in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg. Die meisten Spargelbetriebe gibt es aber in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg – im Süden sind die Betriebe also meistens kleiner.
Dafür werden immer mehr Spargel aus dem Ausland importiert. Im Jahr 2025 wurden 24.500 Tonnen Spargel nach Deutschland eingeführt – das entspricht etwa einem Viertel der heimischen Produktion. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von 6,4 Prozent.
Die wichtigsten Herkunftsländer sind Spanien, Mexiko und Griechenland. Fast 80 Prozent der Importe fallen in die Zeit der Spargelsaison in Deutschland.