Es ist eine beispiellose Situation am Speichermarkt: Der US-Konzern Micron, einer der drei größten Speicherhersteller weltweit, hat seinen aktuellen Geschäftsbericht veröffentlicht - und die Zahlen sind schwindelerregend.
In nur drei Monaten stieg der Umsatz um 74 Prozent auf fast 41,5 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn explodierte sogar um 105 Prozent auf über 28 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Gewinn um das 15-Fache gestiegen.
Wie heise.de berichtet, war Speicher vor einem Jahr noch problemlos lieferbar. Jetzt profitieren die Hersteller von der extremen Knappheit. DRAM macht dabei drei Viertel von Microns Umsatz aus, angetrieben von DDR5, LPDDR5X und High-Bandwidth Memory.
Besonders brisant: Micron hat bereits 16 strategische Kundenvereinbarungen abgeschlossen, die Preise bis Ende 2030 festlegen. Die Preise sind dabei auf dem aktuellen Höchstniveau gedeckelt - eine Rückkehr zu den günstigen Speicherpreisen von 2025 ist damit ausgeschlossen.
Die Verträge sehen Mindestkaufmengen vor. Kauft ein Kunde weniger als vereinbart, drohen Milliardenstrafen. Insgesamt umfassen die Abkommen Käufe im Wert von mindestens 100 Milliarden US-Dollar.
Für das kommende Quartal erwartet Micron im Schnitt 50 Milliarden US-Dollar Umsatz bei einer Bruttomarge von 86 Prozent. Die Aktie ist nach Bekanntgabe der Zahlen um mehr als 15 Prozent gestiegen.
Für Verbraucher bedeutet das: Wer RAM oder SSDs kaufen will, muss weiter tief in die Tasche greifen. Eine Entspannung ist nicht in Sicht.