Ein 24-jähriger Österreicher, der seit dem 05.05.2026 aus der Justizanstalt Innsbruck flüchtig war, konnte am Samstag nach intensiven Fahndungsmaßnahmen festgenommen werden, berichtet die Landespolizeidirektion Tirol.
Der Mann wurde kurz nach Mitternacht von Polizeistreifen in Wattens ausgeforscht und festgenommen. Nach Abschluss der erforderlichen Amtshandlungen wurde der 24-Jährige rund drei Stunden später wieder in die Justizanstalt Innsbruck eingeliefert. Damit endete eine 18-tägige Flucht.
Der Häftling hatte sich mit einem geknoteten Seil aus Hand- und Leintüchern von seinem Zellenfenster abgeseilt. Sein selbst angefertigtes Kletterseil war auch alles, was die Justizwachebeamten an jenem Abend erblickten. Von dem Insassen fehlte zu diesem Zeitpunkt bereits jede Spur. Eine umgehende Fahndung der Polizei verlief im Sand.
Laut der "Tiroler Tageszeitung" soll es sich bei dem Ausbruchs-Artisten um einen verurteilten Betrüger handeln. Wegen der Flucht drohen ihm übrigens höchstwahrscheinlich keine strafrechtlichen Konsequenzen, da keine Menschen verletzt wurden. Jedoch könnte der Flüchtige künftig keinen Freigang mehr haben.
Es war bereits der zweite Ausbruch aus der JA Innsbruck in diesem Jahr. Ende Februar gelang es auch einem anderen Häftling, sich aus dem Staub zu machen – wenn auch nicht ganz so spektakulär. Während eines Krankenhausaufenthalts in Natters nutzte der Mann einen unachtsamen Moment seiner Bewacher aus.
Der Insasse sprang völlig unbemerkt aus einem Fenster und ergriff die Flucht. Auch in diesem Fall blieb eine sofort eingeleitete Fahndung erfolglos. Am Ende musste dieser Flüchtige aber wieder zurück in Haft. Er wurde im Zuge einer Verkehrskontrolle von Beamten erkannt und konnte – nach erneutem Fluchtversuch – gefasst werden.