Spieler-Revolte gegen Foda? ÖFB-Boss Windtner klärt auf

Diktieren Arnautovic und Co. Foda die Taktik? "Nein", sagt Windtner.
Diktieren Arnautovic und Co. Foda die Taktik? "Nein", sagt Windtner.GEPA, picturedesk.com
Teamchef Franco Foda ist nur eine "Marionette der Spieler", berichtet das "profil". Was steckt dahinter? "Heute" hakte bei ÖFB-Boss Leo Windtner nach.

Österreichs Nationalteam löste mit beherzten EM-Auftritten eine Fußball-Euphorie im Land aus. Trainer Franco Foda überraschte mit ungewohnt offensiver Spielweise, ließ seine Stars von der Leine. Ein Umstand, der Fans und Kritikern positiv auffiel.

Doch warum wich der Deutsche ausgerechnet bei der EM von "seiner" Defensiv-Taktik ab? Wie das Nachrichtenmagazin "profil" berichtet, soll ein interner Aufstand Grund dafür sein ("Heute" berichtete). "Ein Spieler und mehrere Betreuer brachten Beschwerde bei Präsident Leo Windtner ein", heißt es in dem Bericht.

"Heute" konfrontierte den ÖFB-Boss mit den Vorwürfen, bat um Aufklärung. "Von Spielerseite wurde keine Kritik an mich herangetragen", versichert er. "Nach der enttäuschenden 0:4-Niederlage im März gegen Dänemark wurden intern naturgemäß viele Gespräche geführt. Es wurde ein ehrlicher und konstruktiver Aufarbeitungsprozess in Gang gesetzt. Daraus ergab sich eine sehr positive und gesunde Entwicklung, zu der jedes Teammitglied seinen Beitrag geleistet hat."

"Kickoff-Workshop setzte neue Akzente"

Das "profil" berichtet weiter, Foda und sein Stab seien vor der EM vom ÖFB zu einem Teambuilding-Seminar mit einem Ex-Bayern-Pressesprecher "verdonnert" worden, um am Führungsstil zu feilen. Windtner dementiert nicht, schildert seine Sicht der Dinge: "Es entspricht einer professionellen Herangehensweise, dass man sich auf ein Großereignis gezielt vorbereitet und auch beginnend mit einem Kickoff-Workshop neue Akzente setzt. Dass das gefruchtet hat, konnte man in den letzten Wochen erleben. Man hat mehr als deutlich gesehen, dass das gesamte Team mehr als intakt ist und dass ein unglaublicher Teamspirit entwickelt wurde."

Nach der EM sollen sich Spieler erleichtert gezeigt haben. "Wenigstens hat er uns diesmal nicht gebremst", zitiert das "profil" einen namentlich nicht genannten ÖFB-Kicker. Das Magazin schreibt, die Mannschaft habe Foda zusehends zu ihrer "Marionette" gemacht.

"Gerüchte entsprechen nicht der Realität"

Windtner beurteilt den gesamten "profil"-Artikel auf "Heute"-Nachfrage wie folgt: "Dass jetzt im Nachgang Gerüchte verbreitet werden, die nicht der Realität entsprechen, ist nach dem beachtlichen Auftritt unseres Nationalteams bei der EURO sehr bedauerlich. Dies war auch bereits im Vorfeld festzustellen und hat mit sachlicher Kritik nichts zu tun, sondern ist offenbar persönlichen Animositäten geschuldet. Dies zu kommentieren sehen wir nicht als unsere Aufgabe."

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