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"Spinnen die?" – so teuer werden Skikarten jetzt

Die ersten Skikartenpreise sind online und sorgen schon vor Beginn der Saison für Empörung – mit Tageskarten um 73,50 Euro.

Heute Life
Skifahren wird auch in der neuen Saison wieder teurer.
Skifahren wird auch in der neuen Saison wieder teurer.
"Heute"-Montage: Martin Huber / picturedesk.com; iStock

Wer schon im Sommerurlaub über die gestiegenen Preise stöhnte, wird sich diesen Winter ganz besonders warm anziehen müssen, denn eines steht schon jetzt fest: Skifahren wird wieder teurer. Das zeigt sich bereits bei den ersten Skikarten-Preisen die kürzlich veröffentlicht wurden.

So zahlt man in dieser Saison für eine klassische Tageskarte auf der Planai, Reiteralm oder in Haus 73,50 Euro. Das sind um 5 Euro und damit 8,6 Prozent mehr als in der vergangenen Saison 2022/23, wo es noch 67 Euro waren.

Für viele die logische Konsequenz in Zeiten der Inflation, für andere ein Preiswucher: "SPINNEN DIE???", wird etwas auf X zu einem Foto der Preiseliste gefragt. Eine Person kommentiert kurz und prägnant: "Ski adieu!". Ein Familienvater stellt gar fest: "Das wären für uns 258 Euro für einen Tag Skifahren." Und jemand resümiert: "Da muss man Skifahren schon sehr mögen, wenn man sich das leisten will."

Gestiegene Kosten

Doch für die Preisanhebung gebe es eine plausible Erklärung: Damit würde man den gestiegenen Kosten bei Personal, Energie und dergleichen Rechnung tragen, heißt es in Schladming. Und die Skiregion in der Steiermark ist damit nicht alleine.

Gleich um acht Euro teurer ist die Skikarte am Ski Arlberg. Dort muss heuer für eine Tageskarte 75 Euro bezahlt werden, zuletzt waren es 67 Euro. Im beliebten Tiroler Skigebiet Ischgl sind es in der Hochsaison ebenfalls 72 Euro anstatt, wie zuletzt 67 Euro. Auch in Sölden wurde kräftig an der Preisschraube gedreht: Für eine Tageskarte muss jetzt 73 Euro, anstelle von 68 Euro bezahlt werden.

Spar-Möglichkeiten

Doch trotz oder aufgrund der gestiegenen Preise bieten immer mehr Skigebiete in Österreich auch einen Online-Frühbucherrabat an, mit dem man zum Teil über 10 Prozent sparen kann. Ein attraktives Angebot, wie Georg Bliem, Geschäftsführer der Planai-Hochwurzen-Bahnen gegenüber "Kleine Zeitung" erklärte. So hätten das Frühbuchersystem bereits im vergangenen Jahr 25 Prozent der Gäste genutzt. In der neuen Saison rechne man mit 35 Prozent.