Spital warnt: "Rückstau bei OPs nicht aufzuholen"

Viele Operationen können derzeit nicht wie geplant vonstattengehen.
Viele Operationen können derzeit nicht wie geplant vonstattengehen. picturedesk.com
Angesichts der aktuellen Covid-Situation im Land müssen auch zahlreiche Operationen verschoben werden. Die Spitäler haben mit Rückstau zu kämpfen.

In Salzburg gab es alleine am Dienstag 310 neue Coronavirus-Fälle zu verzeichnen. Mit den gestiegenen Zahlen der Hospitalisierungen österreichweit stieg die Zahl in den vergangenen 24 Stunden um mehr als 300 an, verschieben sich auch nicht akute Operationen. Eine Landtagsanfrage der Salzburger FPÖ brachte genaue Zahlen zu Tage. Alleine das Land Salzburg musste bislang 733 Operationen verschieben, von diesen stehen noch 289 aus. Gleichzeitig wurden bislang aber auch schon 283 Eingriffe gestrichen. 

Angesichts der jüngsten Entwicklungen dürfte dieser Rückstau auch kaum aufzuholen sein, befürchten Experten. Der für Gesundheit zuständige Landesreferent Christian Stöckl (ÖVP) glaubt nicht, dass der Rückstand noch aufzuholen ist. Gegenüber dem ORF sagte er, dass aktuell nichts abgearbeitet werden könne. "Wir müssen froh sein, wenn wir halbwegs unser aktuelles Programm abarbeiten können", sagt der Landeshauptmann-Stellvertreter. 

FPÖ-Mann Hermann Stöllner erkennt darin ein Zeichen mangelnder Vorbereitung über den Sommer. Er fordert, "dass auch Privatkliniken von der öffentlichen Hand oder von den Sozialversicherungen engagiert werden, um diesen Rückstau bei den Operationen abzuarbeiten". Damit konfrontiert, erklärt Stöckl, dass genau das nun vorbereitet werde. Entsprechende Verträge würden in den kommenden Tagen unterschrieben. So sollen künftig auch Patienten der allgemeinen Klasse in Privatspitälern betreut werden. 

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