SPÖ will Glyphosat bundesweit verbieten

Die SPÖ will gegen das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat mobil machen und fordert ein sofortiges Verbot.
Die SPÖ will ein österreichweites Verbot des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat durchsetzen.

"Der Einsatz von Glyphosat ist risikobehaftet. Wir sind gegen den Einsatz von Glyphosat, weil nicht gewährleistet werden kann, dass es keine schädlichen Wirkungen hat", so Bundeskanzler Christian Kern in einer Aussendung am Montag. "Die Gesundheit und Sicherheit von Menschen stehen über den Interessen von multinationalen Konzernen."

Regierungsvorlage an die ÖVP

Noch am Montag will die Partei eine Regierungsvorlage an die ÖVP übermitteln. Eine Regierung sei den Menschen des Landes und nicht den Herstellerfirmen Monsanto und Co verpflichtet, so Kern.

Verkehrsminister Jörg Leichtfried (SPÖ) forderte in Brüssel ebenfalls ein Sofortverbot in Österreich. Er habe einen entsprechenden Gesetzestext an das Agrarressort von Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) geschickt.

CommentCreated with Sketch.4 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Kärnten will Verbot auf Landesebene

Die EU hat die Zulassung des potenziell krebserregenden Gifts im November für weitere fünf Jahre verlängert. Danach ist aber Schluss. Das Europaparlament verlangt in einer Resolution das Ende des Unkrautvernichters bis spätestens zum 15. Dezember 2022.

Die Entscheidung stieß auf viel Unmut in der Bevölkerung. Die Unternehmen Schärdinger, Tirol Milch und Stainzer Milchbauern entschlossen sich freiwillig dazu, dass ihre Landwirte ab sofort kein Glyphosat mehr verwenden. Die Kärntner Regierungsparteien wollen ein Verbot auf Landesebene durchsetzen.

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(lu)

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