Hefte, Stifte, Laptop und neue Kleidung – der Schulstart kann für Familien ordentlich ins Geld gehen. Genau hier will die SPÖ NÖ ansetzen und fordert die Wiedereinführung des blau-gelben Schulstartgeldes ab dem Schuljahr 2026/2027.
SPÖ-Bildungssprecherin Kathrin Schindele warnt: "Schulstart darf für Familien nicht zur finanziellen Belastungsprobe werden." Gerade Haushalte mit mehreren Kindern sowie Familien mit niedrigen und mittleren Einkommen würden die Zusatzkosten besonders stark spüren.
Die SPÖ pocht deshalb auf 150 Euro pro anspruchsberechtigtem Kind oder Jugendlichen. Zusätzlich soll die Förderung jedes Jahr an die Inflation angepasst werden. Ihre Begründung: Die Kosten für den Schulbesuch seien zuletzt deutlich gestiegen. Laut Antrag liegen die durchschnittlichen Schulkosten mittlerweile bei deutlich über 2.000 Euro pro Kind.
Schon in den Schuljahren 2022/2023 und 2023/2024 gab es das blau-gelbe Schulstartgeld in Niederösterreich. Die Förderung kam bei den Familien damals gut an: Rund 93 Prozent der Anspruchsberechtigten nutzten das Schulstartgeld. Mit der Hilfe wurden mehr als 186.000 Kinder und Jugendliche unterstützt.
"Das Schulstartgeld war einfach, treffsicher und wirksam. Genau solche Entlastungen braucht es in Zeiten steigender Kosten wieder", sagt Schindele. Bildung dürfe keine Frage des Geldbörsels der Eltern sein.
Im niederösterreichischen Landtag fand der Antrag der SPÖ dennoch keine Mehrheit: ÖVP, FPÖ und NEOS lehnten die Forderung ab.