Eberl steht unter Beobachtung. Der Vertrag des Münchner Sport-Vorstands läuft noch bis 2027. Eine Verlängerung ist zuletzt kein Thema gewesen. Ganz im Gegenteil: der 52-Jährige soll sich bei Deutschlands Meister erneut beweisen müssen.
Nun soll der Sport-Boss im Münchner Aufsichtsrat ein Ultimatum vorgesetzt bekommen haben: Eberl muss die Vorstellungen der Klubführung bis Ende August umsetzen. In einer Aufsichtsratssitzung soll danach beraten werden, ob Eberl über 2027 hinaus eine Zukunft beim deutschen Liga-Krösus hat. Im kommenden Sommer-Transferfenster darf Eberl jedenfalls noch in Ruhe arbeiten, eine zeitnahe Ablöse des Sport-Vorstands ist kein Thema. Nach der Aufsichtsratssitzung soll dann aber von einer Verlängerung mit Eberl über ein Auslaufenlassen des Vertrages im kommenden Jahr bis hin zu einer sofortigen Trennung alles möglich sein.
Es soll jedenfalls eine lange Liste an Kritikpunkten an Eberl geben. Er würde Transfers zu schnell abschließen, diese seien dann zu teuer. Er müsse bei Gehaltsverhandlungen auch einmal hart bleiben. Außerdem soll Eberl den Aufsichtsrat nicht ausreichend in Transferplanungen eingebunden haben. Der 52-Jährige selbst soll zuletzt bei einer Aufsichtsratssitzung seine Top-Transfers Luis Diaz und Michael Olise ins Schaufenster gestellt haben, um so seine Leistungen hervorzustreichen.
Nun habe Eberl für das Sommer-Transferfenster ab 1. Juli eine lange Liste mit auf den Weg bekommen: Bayerns Sport-Vorstand soll für die Leihspieler Alexander Nübel, Joao Palhinha, Sacha Boey und Bryan Zaragoza eine Lösung finden, die Spieler im besten Fall von der Gehaltsliste bekommen. Außerdem sollen die Verkaufskandidaten Hiroki Ito und Min-Jae Kim abgegeben werden.