Am Montagabend platzte der WM-Traum von Christoph Baumgartner unmittelbar vor dem letzten WM-Testspiel gegen Tunesien. Beim Aufwärmen hatte der Offensivmann bei einem Schuss einen Stich im Oberschenkel verspürt, eine MRT-Untersuchung am Tag danach brachte eine Muskelverletzung beim Deutschland-Legionär ans Licht. Das bedeutete das WM-Aus für den 26-Jährigen.
Baumgartner hat sich nun bereits am Mittwoch einer Operation am rechten Oberschenkel unterzogen, wie der ÖFB nun bekannt gab. Diese sei erfolgreich verlaufen. An einen Einsatz bei der Weltmeisterschaft in den USA, in Kanada und Mexiko ist aber nicht zu denken. Wie lang Baumgartner pausieren wird, ist noch unklar.
Etwas überraschend hat Teamchef Rangnick vorerst auf die Nachnominierung eines Spielers verzichtet. Der ÖFB reist somit am Donnerstag mit 25 Spielern in die USA, fliegt am Vormittag direkt nach Los Angeles. "Aufgrund der Größe des Kaders" sei der "Trainingsbetrieb weiterhin bestens gewährleistet", heißt es vonseiten des Verbandes.
Eine Nachnominierung ist allerdings noch bis 24 Stunden vor dem Auftaktspiel gegen Jordanien (17. Juni, 6 Uhr) möglich, ein weiterer Spieler könnte also noch ins rot-weiß-rote Aufgebot geholt werden.
Als Kandidaten galten Nikolaus Wurmbrand, Marco Grüll, Kevin Stöger oder Raul Florucz.