Verlängerung zieht sich

"Ball liegt bei ihm" - ÖFB setzt Rangnick unter Druck

Der ÖFB will mit Ralf Rangnick verlängern. Doch der Teamchef zögert noch und wird gleichzeitig vom AC Milan umworben.
Sport Heute
03.06.2026, 10:59
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Die Gespräche über eine Vertragsverlängerung von Teamchef Ralf Rangnick beim ÖFB dauern weiter an. Zwar hat der Aufsichtsrat Josef Pröll einstimmig ermächtigt, den nach der WM 2026 auslaufenden Vertrag zu den bereits besprochenen Konditionen zu verlängern. Die Entscheidung liegt nun aber beim Deutschen.

"Der Ball liegt jetzt bei Ralf Rangnick, er wird auf uns zukommen", erklärte Pröll gegenüber der "APA". Der ÖFB habe damit das "stärkstmögliche Zeichen" gesetzt, den 67-Jährigen auch über die Weltmeisterschaft hinaus halten zu wollen.

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Rangnick lässt sich Zeit

Ob die Unterschrift noch vor dem WM-Start erfolgt, ist offen. Rangnick hatte zuletzt betont, sich bei der Entscheidung nicht unter Druck setzen zu lassen. Österreich reist am 4. Juni ins WM-Quartier nach Kalifornien, das erste Gruppenspiel steigt am 16. Juni gegen Jordanien "Natürlich wäre es wünschenswert, das noch vor Beginn der WM zu haben", sagte Pröll. "Er braucht noch seine Zeit, und das ist in Ordnung so." Finanziell sollen sich beide Seiten bereits seit Monaten einig sein. Zuletzt wurden laut Pröll intensive Gespräche über die Zukunft des Trainer- und Betreuerstabs geführt.

Während der ÖFB auf eine Zusage wartet, bekommt man prominente Konkurrenz. Der AC Milan soll dem Teamchef bei einem Treffen in Wien in der vergangenen Woche den Posten des Sportdirektors angeboten haben.

Nach Informationen aus Italien würde Rangnick im Fall eines Wechsels auch Einfluss auf die Trainerfrage nehmen. Als Wunschkandidat gilt dabei Oliver Glasner. Zwischen den Mailändern und dem ehemaligen Crystal-Palace-Coach soll es am Dienstag bereits erste Gespräche gegeben haben. Als weiterer Kandidat wird der frühere Salzburg-Trainer Matthias Jaissle gehandelt. Pröll bewertet das Interesse internationaler Topklubs als Bestätigung für die Arbeit des Teamchefs. Rangnick sei als Trainer und Fußball-Experte europaweit gefragt.

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Entscheidung steht bevor

Ein erstes Gespräch über eine Vertragsverlängerung hatte es laut Pröll bereits am 5. Dezember bei der WM-Auslosung in Washington gegeben. Der ÖFB habe sich bewusst nicht unter Zeitdruck setzen lassen. "Wir haben ein gegenseitiges Vertrauen bewiesen, und das soll jetzt im Finale dieser Entscheidung auch so bleiben", sagte Pröll.

Der Verband wartet nun auf die Rückmeldung des Teamchefs. Ob Rangnick Österreich auch nach der WM erhalten bleibt oder das Angebot aus Mailand annimmt, dürfte sich in den kommenden Tagen oder Wochen entscheiden.

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