Kurz vor dem Start der Weltmeisterschaft muss das ÖFB-Team einen herben Rückschlag verkraften. Christoph Baumgartner verletzte sich beim Aufwärmen vor dem 1:0-Testspielsieg gegen Tunesien am rechten Oberschenkel und wird Österreich bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko fehlen.
Damit verliert Teamchef Ralf Rangnick nicht nur einen seiner wichtigsten Offensivspieler, sondern auch einen Akteur, der sich in den vergangenen Monaten in Topform präsentierte. Für RB Leipzig gelangen Baumgartner in der abgelaufenen Saison 17 Pflichtspieltore und neun Assists.
Während intern bereits über mögliche Lösungen auf dem Platz nachgedacht wird, richtet sich der Blick auch auf die Frage der Nachnominierung. Auf Abruf stehen mehrere Spieler bereit. Als aussichtsreichste Kandidaten gelten derzeit allerdings Sascha Horvath und Nikolaus Wurmbrand.
Horvath spielte beim LASK eine starke Saison und hatte großen Anteil am Double-Gewinn der Oberösterreicher. Ebenfalls hoch im Kurs steht Rapid-Angreifer Nikolaus Wurmbrand. Der 20-Jährige blickt zwar auf eine durchwachsene Saison zurück, genießt innerhalb des Nationalteams jedoch hohes Ansehen. Auch Rangnick soll große Stücke auf den Flügelspieler halten.
Neben Horvath und Wurmbrand stehen auch Thierno Ballo, Marco Grüll, Dejan Ljubicic, Matthias Seidl sowie weitere Spieler auf der Abrufliste. Es besteht auch die Möglichkeit, dass kein Spieler nachnominiert wird. Die weiteren Schritte hinsichtlich der Nachbesetzung im WM-Kader werden derzeit intern abgestimmt. Der ÖFB wird dazu zu gegebener Zeit gesondert informieren.
Viel Zeit bleibt allerdings nicht. Bereits am Donnerstag tritt das ÖFB-Team die Reise ins WM-Quartier nach Santa Barbara an. Wer das letzte Ticket für die Weltmeisterschaft erhält, dürfte daher schon in den kommenden Stunden feststehen.